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Leserbrief

Kann freie Fahrt für Schüler und Lernende so teuer sein?

Die Abgeordneten Erich Hasler, Thomas Rehak, Herbert Elkuch für die Demokraten pro... | 1. Februar 2020

Im Zusammenhang mit dem von der Stiftung Zukunft Liechtenstein aufgeworfenen Thema «Road Pricing» (Strassenmaut) erwähnte das «Vaterland» am 24. Januar 2020: «Würde der Staat die Kosten für den öffentlichen Verkehr übernehmen, würde ihn das heute übrigens rund 3,5 Mio. Franken kosten.» Gemäss der Beantwortung des Postulates der Neuen Fraktion (DpL), mit welchem freie Fahrt für Schüler und Jugendliche in Ausbildung bis zum Alter 25 gefordert wurde, führte die Regierung aus, dass dies allein den Staat 1 678 230 Franken jährlich kosten würde.
Dass das Mitfahren von Schülern auf Postautokursen, die ohnehin unabhängig der Auslastung der Busse gefahren werden, tatsächlich so viel kostet, wie die Regierung anlässlich der Beantwortung des Postulats angab, ist mehr als zweifelhaft und höchstwahrscheinlich falsch, wenn der komplette Einnahmenausfall der LIEmobil, der auch den Transport von Erwachsenen, Grenzgängern und Touristen einschliesst, rund 3,5 Millionen Franken kosten würde. Ansonsten müssten übers Jahr gesehen fast die Hälfte der LIEmobil-Fahrgäste Schüler und Studenten sein!
Beim Postulat der Neuen Fraktion (DpL) ging es darum, den Familien die durch die Sparpakete reduzierte Unterstützung mit freien Abos für die LIEmobil wieder zurückzugeben, wobei die Lehrlinge den Studenten bis zum 25. Altersjahr hätten gleichgestellt werden sollen. Im Weiteren ging es darum, den öffentlichen Verkehr bei der Jugend beliebt zu machen, was angesichts der ganzen Klimadiskussion eigentlich naheliegend wäre. Die Regierung sprach sich jedoch gegen die Förderung des öffentlichen Verkehrs bei den Jugendlichen und gegen eine Familienunterstützung aus, im Gefolge dann auch die beiden Regierungsparteien.
Welche Lehren sind daraus zu ziehen? Geht es dem Staat finanziell schlecht, holt er sich das Geld beim Steuerzahler und macht auch bei Familienleistungen nicht halt. Geht es dem Staat finanziell besser, gibt er das Geld anderweitig aus. Für die Zukunft heisst dies, dass bei einem nächsten Sparpaket keine Familienleistungen mehr gekürzt werden dürfen. Die Abgeordneten der Demokraten pro Liechtenstein bleiben jedenfalls am Ball und fordern bei nächster Gelegenheit die gekürzte Familienleistung erneut ein.

Die Abgeordneten Erich Hasler,
Thomas Rehak, Herbert Elkuch für die Demokraten pro Liechtenstein (DpL)

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