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Leserbrief

Liechtenstein- Spital-Nachbarschaft

Franz Marok,Fallsgass 50, Mauren | 15. November 2019

Dank geschickter, umsichtiger Staatsführung, unter Nutzung glücklicher Umstände, zu denen vor allem auch unsere Staatsform als Fürstentum zählt, sind wir nach dem Zweiten Weltkrieg wohlhabend geworden. Wohlhabend auch durch Geschäfte, die aus unserer Sicht betrachtet legal, aus der Sicht anderer zumindest an der Grenze der Legalität waren. Diesen wirtschaftlichen Vorteil nutzend, hat Liechtenstein seiner Binnenwirtschaft Rahmenbedingungen schaffen können, die fantasievollen, strebsamen Köpfen den Aufbau von Unternehmen in den verschiedensten Branchen ermöglicht hat.
Nach der gezielten Beendigung des das Land diskriminierenden Geschäftsbereiches kann unser Land ohne die neue entstandene Wirtschaft den erworbenen Wohlstand nicht halten. Und diese Wirtschaft ist auf die nahezu 20 000 Mitarbeiter aus unseren Nachbarländern angewiesen.
Zur Erhaltung dieses privaten und öffentlichen Wohlstandes brauchen wir Einvernehmen mit unseren Nachbarn. Einvernehmen erfordert offene Gespräche, Eingehen und Anerkennen der Probleme des Partners, Schaffung von Vertrauen.
Das vermisse ich in der Spitalfrage. Und die Aussage, dass wir ohne eigenes Spital langfristig vom Nachbarn erpresst werden könnten, ist nicht nur undiplomatisch, sie ist schlicht dumm.

Franz Marok,
Fallsgass 50, Mauren

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