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Leserbrief

Kanton Zürich: Bus vor Auto

VCL Verkehrs-Club Liechtenstein | 4. September 2019

Laut «Tagesanzeiger» hat der Zürcher Kantonsrat am 26. August 2019 die Zürcher Verkehrspolitik in mehreren Punkten massgeblich verändert, gar in eine neue Richtung gedreht. Für viele Kantonsrätinnen und Kantonsräte kommen die Beschlüsse einer «Wende» gleich, eingeläutet von der «Öko-Allianz», der aktuellen rot-grünen Mehrheit im Zürcher Kantonsparlament.
Während die FDP von einer Kriegserklärung an das Auto spricht, kontert der Grüne Thomas Forrer: «Wir geben nur Gegensteuer gegen eine Politik, die aus den 70ern stammt.»
Beschlossen hat der Kantonsrat mit 102 zu 75 Stimmen, dass der öffentliche Verkehr Priorität vor dem Auto hat und dass verkehrslenkende Massnahmen wie Begegnungszonen wichtiger sind als bauliche Massnahmen.
Und wie sind die Prioritäten bei uns? Regierungschef-Stellvertreter Daniel Risch schrieb in einer E-Mail an alle Landtagsabgeordneten am 23. August 2019 unter anderem: «Zudem werden auf Landstrassen mit hohem Verkehrsaufkommen üblicherweise keine neuen Fahrbahnhaltestellen mehr gebaut.» Den Linienbus behindernde Staus gibt es logischerweise nur auf Landstrassen mit hohem Verkehrsaufkommen. Natürlich sind Busspuren mit Ampelanlage – wie neu z. B. an der Zoll-strasse von Buchs nach Schaan – die optimale Lösung zur Busbevorzugung. Doch an vielen staukritischen Abschnitten können teure Busspuren nur sehr langfristig – oder gar nicht – errichtet werden. Fahrbahnhaltestellen sind deshalb oft die einzige geeignete Massnahme zur Busbevorzugung. Das sollten auch der Verwaltungsrat von LIEmobil und das Ministerium für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport wissen.

VCL Verkehrs-Club Liechtenstein

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