Leserbrief

Volksyhmne

Hansrudi Sele, Pradafant 1, Vaduz | 31. Januar 2019

Durch «Bruder»liebe Band vereint?

Bei einem nie stattgefundenen Treffen nach dem in mancher Hinsicht denkwürdigen 300-Jahr-Geburtstags-Marsch hat ein lieber Kollege mir eindringlich geraten, mit dem Werben für eine neue Volkshymne endlich aufzuhören. Warum? Nun denn, in unserer Volkshymne, ihr Text stammt weitgehend aus dem vorletzten Jahrhundert, sei die bald letzte Männerdomäne noch existent. In ihr sei das «Vater»land unerschütterlich verankert und werde die hehre «Bruder»liebe als staatserhaltendes Element gepriesen. Eine neue Hymne würde aufgrund der unguten aktuellen Entwicklungstendenz in Richtung einer absurden Gendergerechtigkeit wohl auch den Verzicht auf diese kraftvollen Mythen bedeuten. Man solle daher um Gottswillen alles beim Alten belassen. Ich war überrascht über diese erzkonservative Einstellung meines Kollegen. Hätte dieses Gespräch je so stattgefunden, wären wir wohl in heftigen Streit geraten.

Hansrudi Sele,
Pradafant 1, Vaduz

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