Leserbrief

Viel Grund zur Hoffnung

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 15. November 2014

Im November feiern wir die Weihe der ältesten Kirche S. Giovanni in Rom. Viele Christen haben das Interesse an der Kirche verloren; manche sehen schwarz ... Ich bin überzeugt, die Kirche kann und wird nicht untergehen, solange es Menschen auf Erden gibt, weil sie göttlichen Ursprungs ist; Paulus nennt sie «Leib Christi» dessen Haupt Jesus ist. Er hat sie uns Menschen anvertraut, deren Qualität er kennt. Gott, der die Liebe ist, «liebt diese Welt», singt ein sympathisches Lied. Paulus wusste: Gott hat «alles durch Ihn – Christus – geschaffen und alles hat in Ihm Bestand». Ich horchte auf, als ich in der KIPA (Kath. Internationale Presse-Agentur) las: «Die Kirche muss nahe an den Menschen sein ... Leider beschäftigte sie sich zu lange mit ihren Strukturen ... Dann hatte man keine Zeit für Menschen ...». Das schrieb ein Laie E. Tanner, der Generalsekretär der CH-Bischofs-Konferenz. Haben sich manche Kirchenfürsten von der Politik anstecken lassen, bei der Strukturen, Macht und Geld wichtiger sind als der Mensch? Bei Gott steht der Mensch im Mittelpunkt; um der Menschen willen ist Gott in Jesus Mensch geworden, hat unter uns gelebt, ist für uns gestorben und – auferstanden! Daher war es notwendig, dass der em. Papst bei seinem letzten Besuch in Deutschland so intensiv für die «Entweltlichung» der Kirche warb. Er meinte nicht Flucht aus der Welt, die ihr Gott als Wirkungsfeld anvertraut hat, sondern wie einst Paulus: «Gleicht euch nicht dieser Welt an!» Papst Franziskus liebt Gott und die Welt, darum will er uns alle mit seiner Freude an Gott und an der Kirche anstecken!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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