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Leserbrief

Mesmerkündigung: Tatsachen

Urs Kindle,Binzastrasse 51, Mauren | 7. November 2014

Hinsichtlich meiner Kündigung als Mesmer wurden krasse Unwahrheiten an mich herangetragen, so dass ich mich veranlasst sehe, hier gewisse Tatsachen festzuhalten: Aus fünf Bewerbern war ich von der Gemeinde Ruggell zum Mesmer ernannt worden (Anstellung seit 1. August 2014). Anstellendes Organ war die Gemeinde (Vorsteher, Vizevorsteher, plus sieben Gemeinderatsmitglieder). Der Entscheid wurde (logischerweise) nicht von allen gestützt.
Nach der Veröffentlichung von ­Leserbriefen als Mesmer wurde ich mit (direkten und indirekten) «Bremsaktionen» konfrontiert. ­Daher stellte ich via E-Mail vom 13. Oktober in freundlicher Weise klar: Entweder solle ich bitte ­weiterhin als Mesmer Leserbriefe veröffent­lichen dürfen oder aber sie würden mir kündigen müssen. ­Hierauf ­folgte am 21. Oktober ein freund­liches 60-minütiges Gespräch zwischen Pfarrer, Gemeindevor­steher und mir. Einziger (!) Kritikpunkt: Meine Einstellung bezüglich Veröffent­lichung von Leserbriefen als Mesmer. Wichtig: Während des ganzen Gesprächs – und übrigens während meiner ganzen Zeit als Mesmer! – war mir gegenüber von der ­«Obrigkeit» nicht ein einziges Mal (!) ­irgendein anderer ­Kritikpunkt (aus­ser dem Thema «Leserbriefver­öffentlichung») ­entgegengetragen worden.
Am 23. Oktober, also zwei Tage, nachdem ich meine «Leserbriefhaltung» bekräftigt hatte, erfolgte die Kündigung. Tatsache ist, dass jene meine «Pro-Leserbrief-Veröffentlichungsrecht-E-Mail» vom 13. Oktober zu meiner Kündigung führte. Aber: Es ist gewiss naheliegend, dass ich als Person polarisierte – umso mehr auch nach der genannten E-Mail, die wohl so manchem als «Vorlage» gelegen kam … Ja, ich bin, der ich bin; und dass ich «erzkonservativ» bin – dazu stehe ich noch so gerne.
Unter anderem vom Gemeindevorsteher Ernst Büchel war mir im offiziellen Gespräch rückblickend bestätigt worden, meine Arbeit als Mesmer gut gemacht zu haben; dies sei, wie er mir sagte, auch das Urteil von Herrn Pfarrer Jäger. Am Rande: Wörtliches Zitat der Hilfsmesmerin in einer E-Mail vom 24. Oktober an mich: «Es war auch für mich sehr angenehm, mit dir ­zusammenzuarbeiten.»
Dass sich im Kündigungsschreiben jetzt eine schwammige, abstrakte Kündigungsbegründung findet, kann ich aus den oben genannten Gründen nicht akzeptieren: Das Wort ­«Leserbriefe» kommt darin gar nicht vor, kann jedoch hineininterpretiert werden. (Sogar jegliches Verbrechen könnte fälschlicherweise hineininterpretiert werden!) Deshalb habe ich kürzlich einen Änderungsantrag ­hinsichtlich Kündigungsbegründung an die Gemeinderäte gerichtet. Dies hindert mich keineswegs daran, der Gemeinde Ruggell weiterhin wohl­gesinnt zu bleiben.

Urs Kindle,
Binzastrasse 51, Mauren

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