Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Kein Feind von Füllwörtern

Amon Marxer,Murasträssle 4, Balzers | 13. Dezember 2013

Herzlichen Dank, Landtagsabgeordneter Frank Konrad, dass Sie mich für einen Spezialisten in Sachen «Horizon 2020» halten («Vaterland» vom 5. Dezember 2013). Die Lektüre des BuA ist aber leider nicht dazu geeignet, irgend jemanden zum Spezialisten zu erheben.
Ich bin auch kein Feind von Füllwörtern, aber eine Unterstellung ist nur dann «haltlos», wenn sie nicht begründet ist. Meine Unterstellung war durch Zahlen aus dem BuA untermauert – aber darauf wollten Sie verständlicherweise lieber nicht eingehen.
BuAs stellen eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Landtagsabgeordnete dar. Das Weglassen offensichtlich relevanter Zahlen, die Herstellung von Zusammenhängen, die so nicht existieren, und offenbar frei erfundene Prognosen hätte ich sogar als Manipulationsversuch gewertet, wenn der BuA nicht über weite Strecken das Niveau einer Waschmittelwerbung hätte oder die Regierung BuAs selbst schreiben würde.
So sehe ich darin lediglich eine grobe Vernachlässigung der Aufsichtspflicht und einen Mangel an Respekt gegenüber den Landtagsabgeordneten. Es gelingt Ihnen auch nicht durch den Hinweis, ich würde für den Landtagsabgeordneten Dr. Erich Hasler arbeiten, irgend jemanden zu diskreditieren. Das ist in etwa so relevant wie die Tatsache, dass der Landtagsabgeordnete Eugen Nägele mein ehemalitger Englischlehrer ist, ich mit der Landtagsabgeordneten Christine Wohlwend offenbar eine sympathische Aversion gegen Drohungen teile, oder dass ich ernsthaft darüber nachdenke, als Dank für sein tolles Votum zu «Horizon 2020», meine imaginäre Katze nach dem Landtagsabgeordneten Elfried Hasler zu benennen.
Nachdem ich nun drei weitere, ehemals vielversprechende politische Karrieren durch die Assoziation mit einem bösen Populisten wie mir nachhaltig beschädigt habe, damit die VU bei der nächsten Wahl eine Chance hat, kann ich Ihnen versichern, dass Europäische Patentanwälte sowohl in der Schweiz als auch in der EU sehr gefragt sind, was mir durch schmeichelhafte Anfragen zum Thema regelmässig bestätigt wird.
Ich stehe also in keinerlei Abhängigkeitsverhältnis. Ich arbeite für Erich Hasler, weil ich ihn und meine Kollegen menschlich wie fachlich sehr schätze. Meine Leserbriefe spiegeln allein meine Meinung wider. Ich habe nichts dagegen, wenn Sie kritisieren, was ich sage, oder wie ich es sage. Wenn ich austeile, muss ich schliesslich auch einstecken können. Mich wundert aber ein wenig, dass Sie meine persönlichen und beruflichen Verbindungen thematisieren. Mit Schmutz-Kampagnen kenne ich mich zwar nicht aus, aber mir sagt bereits der gesunde Menschenverstand, dass es unklug ist, Steine zu werfen, wenn man selbst im Glashaus sitzt. Verglichen mit Ihrem privaten, geschäftlichen und politischen Beziehungsgeflecht, Frank Konrad, bin ich geradezu ein unbeschriebenes Blatt. Ausserdem habe ich im Gegensatz zu Ihnen politisch nichts zu verlieren.

Amon Marxer,
Murasträssle 4, Balzers

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung