Leserbrief

Von Kirchenglocken und Strassenlärm

Susanne Ospelt,Badäl, Gamprin | 26. Februar 2016

Kaum noch Ruhe

Das kann doch nicht sein, Reklamationen wegen Kirchenglocken? Diese läuten wenigstens nicht den ganzen Tag und die Nacht durch. Seit die Rodungen bei der Autobahn, dem Rheindamm, bei den Kanälen, Naturerholungsgebieten und sonstigen Waldgebieten gemacht wurden und immer noch daran sind, ist das kein Lärm. Sorgen sollte man sich beim Lärm der Strassen machen. Bin vor 2,5 Jahren wegen des Lärms in eine andere Wohnung gezogen. Damit ich ohne Strassenlärm auch mal raussitzen kann. Das war so wunderbar, kam mir vor wie in den Ferien. Einfach nur Ruhe. Und jetzt. Seit den Rodungen im ganzen Land und bei den Schweizer Nachbarn: Nur noch Lärm. Ich gehe jeden Morgen um fünf oder sechs Uhr gute zwei Stunden laufen. In den Naturerholungsgebieten in Liechtenstein. Man hört ja kaum noch die Vögel am Morgen pfeiffen. Nur noch Strassenlärm. Egal wo, im ganzen Lande, ob am Rhein, Kanal auch bei meinem Wohnort. Auch die Eisenbahn, die habe ich vorher kaum gehört, je nachdem der Wind gegangen ist, und jetzt, den ganzen Tag. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die neuen angepflanzten Bäume das nächste Jahr soweit sind, damit sie wieder den Lärm abschwächen. Oder gibt es jetzt auch Schnellwachsbäume? Jetzt werden Strassen breiter gemacht oder wieder umgebaut. Ein ewiges Hin und Her. Und niemand weiss wirklich warum. Ausser denen, die mit den Steuern der Liechtensteiner Einwohner budgetieren. Eine wirklich gute Sache wäre, bei der Autobahn eine Lärmschutzanlage zu installieren. Von Balzers bis Ruggell. Der Lärm macht krank. Vor allem in diesen schnelllebigen Zeiten. Noch den Lärm dazu, der, wenn die Regierung wollen würde, auch zu einem grossen Teil zu beseitigen wäre. Denn ansonsten muss man die ganzen Tafeln «Naturerholungsgebiet» entfernen. Denn das stimmt so nicht mehr. Auch für die Waldtiere, damit meine ich alle Tiere, ob fliegend oder kriechend, ist Lärm schädlich. Nicht nur für den Menschen. Und es ist eine einmalige Sache, die Touristen sicherlich auch sehr schätzen würden. Denn der Sommer kommt ganz bestimmt, um wieder vermehrt draussen zu sitzen. Auch Hotelgäste. Die Ruggellerstrasse, Bäume zu fällen, weil in so einer kurzen Zeit von fünf Jahren drei Unfälle passiert sind. Wie war es zuvor. Auf einmal sind Bäume schuld, wenn man das Fahrzeug nicht beherrscht. Fraglich!

Susanne Ospelt,
Badäl, Gamprin

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