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Leserbrief

Naturgemäss ist vieles nicht

Vorstand des Vereins Flay | 11. August 2017

Adoptionen

Erbprinz Alois schliesst sich fugenlos des fürstlichen Neins zur Adoption durch Homosexuelle an. Als Argument dient allein, dass Homosexuelle «naturgemäss» keine Kinder zeugen können. So.
Gegenfragen: Warum soll eine Adoption durch Heterosexuelle, die zeugungsunfähig sind, besser sein? Warum gibt es so viele Kinder in Heimen, die aus heterosexuellen Familien kommen und dringend ein liebevolles Umfeld suchen? Warum sollen heterosexuelle Ehen «subventioniert» werden? Um zu zementieren, dass dies die einzig «richtige» Lebensform ist? Eine Lebensform, die mittlerweile von fast 50 Prozent geschieden wird? Was nimmt ein homosexuelles Paar dieser Gesellschaft, wenn es sich um Kinder kümmert? Was meint Erbprinz Alois konkret, wenn er eine Fremdadoption durch gleichgeschlechtliche Paare als «problematisch» ansieht? Vor welchem Erfahrungshintergrund stellt er sein kategorisches Nein?
Dass er es zurzeit offen lässt, ob er ein solches Gesetz sanktionieren werde oder nicht, ist der einzige Erfahrungswert, den er hat – wir erinnern ungern an die Abstimmung über die Fristenlösung, wo dem Fürstenhaus dieses kategorische Nein fast vor die Füsse gefallen wäre.
Man wird die Zeit auch in Liechtenstein nicht anhalten können. Man konnte sich vor noch gar nicht langer Zeit im Fürstenhaus auch nicht vorstellen, dass Steuerwüsten keine Steueroasen brauchen.

Vorstand des Vereins Flay

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