Leserbrief

Die EU ein Erfolgsmodell?

Ulrich Hoch,Grüschaweg 11, Triesenberg | 11. August 2017

Europäische Union

Klaus Biedermann kritisiert die Einladung von Nigel Farage anlässlich des Forums in Liechtenstein. Ich denke es ist sehr produktiv und informativ, sich mit einem Befürworter des Brexit auseinanderzusetzen. Die Solidaritätsgemeinschaft, die den Europäern noch mehr Frieden und Wohlstand bringen sollte, ist zu einer unberechenbaren Transferunion verkommen, Es brodelt an allen Ecken und Kanten. Viele EU-Bürger sind verarmt, weil nicht zuletzt die wohlstandsfördernde EU ihre Lebensbasis zerstört hat. Die EU erweist sich für einige souveräne Staaten immer mehr zu einer Besatzungsmacht. Die Wirtschaft zahlreicher EU-Länder kollabiert unter der Brüsseler Bevormundungspolitik. Selbst in Deutschland haben sich seit 30 Jahren die realen Nettolöhne und Renten verringert, obwohl sich zum gleichen Zeitraum die Produktivität mehr als verdoppelt hat. Der Steuerzahler wird in die Pflicht genommen, um die angehenden Pleitestaaten zu retten. Eine Umverteilung bis zum Untergang ist denn auch der wahre Hintergrund der Multi-Kulti-EU.
Die Finanzkriese wurde bei Weitem nicht gelöst. Ein notwendiger Schuldenschnitt wird vertagt. Das Losungswort heisst Billiggeldschwemme. Der Aussage, dass die EU unseren Frieden sichere, muss entschieden widersprochen werden. Das Ammenmärchen wird dem Bürger laufend eingetrichtert. Fakt ist: Immer mehr werden EU-Soldaten in Krisengebieten eingesetzt. Ohne die EU-Aussenpolitik hätte es den Krieg in der Ukraine nicht gegeben. Die Osterweiterung der NATO bringt die Welt an den Rand eines Krieges. Auch im Nahen Osten hat die EU-Aussenpolitik versagt und die Kriege sogar noch entfacht. Von einer Friedenssicherung kann also nicht die Rede sein. Das Versagen der EU in der Flüchtlingspolitik mit dem Aussetzen des Schengen/Dublin-Abkommens der EU ist eine Bewährungsprobe für die Gemeinschaft, an der sie scheitern wird. Die bürokratische EU und der Euro in seiner Ausgestaltung behindern eine individuelle auf das jeweilige Land abgestimmte Zins- und Währungspolitik. Die Gleichsetzung Europas mit der EU ist eine Verkennung der Tatsachen. Wenn sich Staaten auf einen Konsens einigen müssen, kann kaum etwas Gutes dabei herauskommen. Die Medien trauen sich zwar kritisch über die Auswüchse der EU zu berichten (Billiggeldschwemme, Transferunion, Flüchtlingskrise usw.). Die EU als Ganzes darf aber nicht infrage gestellt werden. Für den Mainstream der Medien gibt es zur EU keine Alternative. Parteien, die das so sehen, werden als Rechtspopulisten beschimpft.

Ulrich Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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