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Leserbrief

LieZeit in Liechtenstein

Vorstand des Vereins Hoi Quote | 14. August 2017

Frauenquote

Die Männer der VU, DU und FBP wollen keine Quote, weil sie «generell undemokratisch» sei und «Interessensgruppen müssen sich formieren und Basisarbeit leisten».
Wie definieren diese Männer eigentlich Demokratie? Demokratie muss in erster Linie den eigenen Anspruch erfüllen, nämlich unter anderem heisst es im Grundgesetz, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind. In jeder Demokratie gibt es Regulative, die es erlauben, diesem Anspruch gerecht zu werden. Ein solches Regulativ ist eine Quotenregelung. Nicht mehr und nicht weniger. Es wäre schon hilfreich, wenn man sich wenigstens mit den Begriffen wie Demokratie und Quote ernsthaft auseinandersetzen würde.
Es verwundert zudem nicht, dass der VU-Vertreter glaubt, «Interessensgruppen sollten Basisarbeit leisten». Herr Vogt, wissen Sie wie lange Frauen (in Ihrem Jargon Interessensgruppen) schon Basisarbeit leisten? Offenbar wissen Sie es nicht. Wir aber wissen, dass das ganze Problem von den Parteien an die Frauen delegiert wird. Das mag praktisch sein, wird aber nicht dazu beitragen, dass Parteien ihre Konzepte hinterfragen und aktiv daran arbeiten, um Frauen zu gewinnen. Das Handy ans Ohr zu halten und die Frau von oder die Freundin des Kollegen zu fragen, ob sie nicht kandidieren wolle, ist definitiv nicht zielführend. Wenigstens das sollten die Parteien verstanden haben.
Im übrigen wäre es für unsere Gesellschaft von Vorteil, wenn Männer sich als Teil dieser «Interessensgruppen» betrachten würden. Frauen machen immerhin 51 Prozent dieser Gesellschaft aus und sind weder eine Rand- noch eine Interessensgruppe.

Vorstand des Vereins Hoi Quote

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