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Leserbrief

Beschwerde bei Presserat kostenlos

Hans Frommelt,Gapont 8, Triesen | 28. Januar 2016

Leserbriefzensur

Jo Schädler und Hans Mechnig sehen die freie Meinungsäusserung in Gefahr, wenn nicht mehr alle Leserbriefe veröffentlicht werden. Im Grunde geht es nicht um die Meinungsfreiheit, sondern um Leserbriefe, die gemäss den Redaktionsrichtlinien abzulehnen sind. Die Meinungsfreiheit ist in unserem Lande durch die Verfassung gedeckt. Sollte eine Zeitung einen Leserbrief zurückweisen, dann hat man ja immer noch die Möglichkeit, seinen Text zu hektografieren und in sämtliche Briefkästen zu stecken, gar vor dem Landtags- oder Regierungsgebäude seine Notizen laut vorzulesen, ohne dass man daran amtlich gehindert würde.
Nun wurden, gemäss einem Hinweis von Jo Schädler auf einer Internetplattform, drei von ihm geschriebene Leserbriefe seitens der «Volks-blatt»-Redaktion anscheinend abgelehnt, wohl weil diese Leserbriefe inhaltlich eher nicht den Richtlinien entsprachen, denke ich.
So wie man die beiden Leserbriefschreiber kennengelernt hat, wird das Gezeter zu dieser Thematik weitergehen. Die andere Möglichkeit wäre aber, dass Jo Schädler als direkt Betroffener beim Schweizer Presserat eine Beschwerde einreicht. Der Schweizer Presserat nimmt auf Beschwerden hin Stellung zu Fragen der Berufsethik von Journalistinnen und Journalisten. Er verteidigt die Meinungsa¨usserungs- freiheit. Der Presserat besteht aus 21 Mitgliedern, davon sind 6 Vertreter des Publikums. Für eine ausgeglichene Beurteilung einer Beschwerde ist somit gesorgt.
Es wird schriftlich erklärt, ob eine Redaktion beziehungsweise Journalistin irgendeine journalistische Bestimmung verletzt hat oder nicht. Somit wäre von fast höchster Instanz geklärt, ob unsere Zeitungen eine Zensur bezüglich Meinungsfreiheit betreiben oder nicht. Das Verfahren ist gratis!

Hans Frommelt,
Gapont 8, Triesen

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