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Leserbrief

Eschenwelke

Mario F. Broggi, St. Mamerten 35, Triesen | 11. Mai 2018

«Wo Berge sich erheben», beidseits des Rheines wachsen und wachsen in den letzten Jahren die Holzbeigen entlang der Forststrassen. Es geht vor allem um die Eschenwelke, eine aggressive Pilzerkrankung, wo jede Bekämpfung aussichtlos ist. 5 bis 10 Prozent der Eschen scheinen allerdings dagegen resistent zu sein, was bedeutet, dass die Holzart nicht aussterben wird. Zudem stirbt auch nicht jede befallene Esche deswegen. Und nicht jeder absterbende Baum stellt eine unmittelbare Bedrohung für uns Menschen dar. Differenzierung wäre also angesagt, scheint aber kaum stattzufinden.
Was sich jetzt in unserer Region abspielt ist beispiellos. Unter dem Schlagwort der «Sicherheit» und Unfallprävention werden auf Teufel komm raus Eschen umgehauen. Mit dem Schlagwort der «Sicherheit» scheint sich alles und jedes zu rechtfertigen. Solches Vorgehen kann man sich an stark frequentierten Strassen und Wegen noch vorstellen. Aber jetzt fallen die Eschen überall, auch in Waldreservaten mit dem Ziel der Erhaltung von Alt- und Totholz, entlang der Fliessgewässer, im flächigen Waldareal, also auch dort, wo es keine Wege gibt und Vorsorge nicht nötig wäre. Der Eschenabsatzmarkt ist heute übersättigt, also gehen die vielen Holzbeigen in die Verwertung als Biomasse. Der Brennholzabsatz machte einst bei der forstlichen Holznutzung 20 Prozent aus, jetzt sind es bereits drei Viertel. Eine vielfältige Holzverwertung auch in Form von Bauholz entfällt zusehends. Ob das alles so nötig ist, bis zum Helikoptereinsatz, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden. Und nachhaltig ist dies bei der Holzverwertung ohnehin nicht. Verbrennen darf nicht die einzige Form der Holzverwertung sein.

Mario F. Broggi, St. Mamerten 35, Triesen

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