Leserbrief

Landesspital/ Kletterhalle

Thomas RehakDU-Abgeordneter | 25. November 2017

Leserbrief-Replik

Mit Freude nehme ich zur Kenntnis, dass David Vogt aus Balzers meine Interviews aufmerksam verfolgt. Folgendes kann ich ergänzen.
Das Landesspital musste im September-Landtag mit einem Nachtragskredit von 2,5 Mio. Franken vor dem finanziellen Ruin gerettet werden. Für das Jahr 2018 sind nochmals 1,5 Mio. Franken und für das Jahr 2019 0,5 Mio. Franken vorgesehen. Insgesamt also 4,5 Mio. Franken, welche für laufende Kosten aufgewendet werden. Diese 4,5 Mio. reichen nur dann, wenn sich die Fallzahlen im Landesspital praktisch verdoppeln. Ich und ein Grossteil der Abgeordneten bezweifeln die geplanten Zahlen. Im Zuge der Debatte hatte ich erwähnt, dass neben dem Landesspital ein neues, modernes Spital in Bendern besteht und in Grabs derzeit an einem neuen Spital gebaut wird. Das bedeutet, dass sich nun drei Spitäler um die gleiche Anzahl Patienten streiten. Mich erstaunt, dass diese Tatsache bei den Prognosen des Landesspitals keine ausreichende Beachtung fand. Zum Schluss hatte ich mein Stimmverhalten davon abhängig gemacht, ob das Landesspital einen Richtungswechsel vornimmt und Michael Ritter Platz für neue Ideen macht. Da weder der zuständige Regierungsrat Pedrazzini noch der Stiftungsratspräsident willens für eine Veränderung waren, habe ich den Kredit abgelehnt. Die Ansicht, dass ein Spital für jede und jeden von uns im Notfall von grösster Notwendigkeit sein kann, teile ich mit Herrn David Vogt. Allerdings bin ich offen, ob dieses Spital Landesspital, Medicnova oder Spital Grabs heisst. Klar ist heute, dass zwei Spitäler in Liechtenstein nicht auf Dauer finanziert werden können, hierzu muss die Politik möglichst bald eine Lösung finden. Ob dies mit den jetzigen Akteuren realistisch ist, wird sich zeigen.
Seit 2012 bin ich Projektleiter der Kletterhalle Liechtenstein des LAV. Diese Aufgabe hat mit meiner politischen Arbeit nichts zu tun. Die Sinnhaftigkeit dieses Projekts habe ich als Vertreter des LAV z. B. bei Radio L und auch beim 1FLTV dargelegt. Weshalb Herr Vogt dem LAV ein «Luxusprojekt» unterstellt, ist nicht nachvollziehbar. Gerne lade ich Herrn Vogt zu einer Wanderung auf die Gafadura oder auch zur Pfälzerhütte ein, um mit einem Augenschein festzustellen, dass der LAV nicht nach Luxus strebt. Auch die Kletterhalle wird kein Luxusprojekt, sie soll aber zweckmässig, in einem geringen Ausbaustandard, aber für Klettersportler attraktiv, ausgelegt werden. Luxus sieht ganz anders aus.

Thomas Rehak
DU-Abgeordneter

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