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Leserbrief

Alles nur Lippenbekenntnisse?

Vorstand «Hoi Quote» | 20. November 2017

Verein «Hoi Quote»

Anlässlich der Landtagssitzung vom 8.11.2017 stellte Alexander Batliner eine kleine Anfrage an die Regierung, deren Beantwortung von Hoi Quote mit Interesse registriert wurde. Das Anliegen Batliners war es, den Staatskalender besser zu bewerben, damit interessierte Frauen und Männer einen niederschwelligen Zugang zu Kommissions- oder Stiftungsmandaten haben. Eine sinnvolle Frage, wenn man bedenkt, dass Kommissionen oder Stiftungen Türöffner zu stärkerer politischer Beteiligung sind.
Umso unverständlicher ist, dass sich die Regierung auf den Standpunkt stellt, dass die bisherigen Massnahmen, nämlich die Veröffentlichung im Staatskalender ausreiche. Es ist nicht nachvollziehbar, warum man den Ball Batliners nicht aufnahm und damit die Gelegenheit versäumte, wenigstens den Willen zu zeigen, dass es der Regierung ernst ist, Frauen zu fordern und zu fördern.
Es braucht eine bessere Kommunikation der frei werdenden Kommissions- und Stiftungsratssitze, will man nicht den Eindruck erwecken, dass diese unter der Hand oder via Parteien vergeben werden. Das zweite Argument, was für eine öffentliche Ausschreibung spricht, ist die Tatsache, dass die Wenigsten ständig den Staatskalender konsultieren, um sich zu engagieren. Auf dem Weg der öffentlichen Ausschreibung können sich alle Interessierten bewerben und niemand wird langfristig sagen können, dass man keine Frauen finde.
Alles beim Alten zu lassen, obwohl man sieht, wohin das letztlich führt, ist nicht unbedingt visionär oder auch nur ein Zeugnis diverser Lippenbekenntnisse.

Vorstand «Hoi Quote»

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