Leserbrief

Was sagt Farage dazu?

Eva Rieger,Fürst-Johannes-Strasse 1, Vaduz | 18. November 2017

Brexit

Am kommenden Dienstag wird der Politiker Nigel Farage in Liechtenstein seine Überzeugungen darlegen. 155 Franken Eintritt werden verlangt. Lieber gehe ich für ein Zehntel dieser Summe ins Kino. Vielleicht mögen die Besucher Herrn Farage folgendes fragen:
1. Im britischen Gesundheitsdienst arbeiten 12 000 Ärzte aus der EU. Ohne sie gäbe es einen Zusammenbruch, jedoch überlegt fast die Hälfte von ihnen, das Land zu verlassen. Ist Farage dafür, neue Ärzte aus dem Ausland zu rekrutieren, um die Lücke, die durch den Brexit entsteht, wieder zu füllen?
2. Am 13. November hat Theresa May in einer Rede erklärt, dass Russland sich illegitimerweise in Wahlen einmischt und «Fake News» in aller Welt streut. Allem Anschein wurde das Brexit-Referendum mit russischer Hilfe beeinflusst. WikiLeaks-Gründer Julian Assange torpedierte Hillary Clintons Wahlkampagne mit geleakten E-Mails. Nigel Farage besuchte mindestens einmal Assange. Er hat gute Beziehungen zu Herrn Trump und zum russischen Botschafter in London. Könnte er diese Verbindungen genauer darstellen?
3. Farage hat beim Wahlkampf für den Brexit die Bevölkerung durch Lügen zu überzeugen versucht (Millionenbeträge sollten in den Gesundheitsdienst gesteckt werden). Wie steht er heute dazu?
Wie man ihn kennt, wird er alle Fragen weglachen.

Eva Rieger,
Fürst-Johannes-Strasse 1, Vaduz

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