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Leserbrief

Lieber Verein «Hoi Quote»

Veronika Hilti-Wohlwend,FBP-Vizepräsidentin Unterland,Stotz 32, Schellenberg | 7. November 2017

Quoten-Diskussion

Ich war am von Euch im Leserbrief erwähnten FBP-Landesvorstand ebenfalls anwesend, habe aber die Diskussion ganz anders wahrgenommen. Eine Aussage wie «einige FBP-Vertreter halten Frauen in der Politik für unnötig» wäre mir mit Sicherheit aufgefallen, wäre sie denn gemacht worden. In der Tat wurde dies von niemandem der Anwesenden gesagt und es ist sehr schade, dass eine gute Information und Diskussion nun im Nachhinein schlechtgemacht wird.
Auch die Aussage, dass Frauen in der FBP quasi mundtot gemacht werden, entspricht in keiner Art und Weise den Tatsachen. Ich zumindest scheue mich nicht, meine Meinung kundzutun und habe noch nie schlechte Erfahrungen deswegen gemacht.
Mir war es am vergangenen Donnerstagabend wichtig zu hören, was der FBP-Vorstand über eine Quote oder über das weitere Vorgehen unserer Partei bezüglich des schlechten Abschneidens von uns Frauen denkt. Es war mir dabei wichtiger zuzuhören, als meine Meinung kundzutun. Erfreut habe ich zur Kenntnis genommen, dass sich die meisten Aussagen mit meiner persönlichen Meinung deckten – dies sowohl im ersten Teil mit Euch als unseren Gästen als auch im zweiten Teil, der internen Diskussion.
Wir werden weiter an einer Lösung arbeiten und das ist doch super. Eines ist in meinen Augen ganz sicher: mit Biegen und Brechen werden wir Frauen gar nichts erreichen. Es ist ganz in meinem Sinne, wenn ich merke, dass unsere Männer uns helfen wollen und dies auch tun. Wir Frauen müssen aber auch ja sagen, wenn man uns fragt, ob wir uns politisch engagieren wollen. Wir müssen uns auch bemerkbar machen, wenn man uns übersieht. Aber vor allem anderen müssen wir alle als Gesellschaft gemeinsam an einem Strick ziehen. Und genau das haben wir auch vor!
Natürlich wäre eine Quote die schnellste Art, um einen Erfolg zu sehen. Aber ist es wirklich das, was die Wähler wollen? Ich denke, dass wir weiter dranbleiben müssen und dass wir Frauen uns auch gegenseitig helfen müssen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Frauen in der Politik mit dabei sind, denn verschiedene Ansichten bringen uns vorwärts. Arbeiten wir also weiter daran, auch parteiübergreifend – denn hier müssen wir ohne Zwang zum Erfolg kommen.

Veronika Hilti-Wohlwend,
FBP-Vizepräsidentin Unterland,
Stotz 32, Schellenberg

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