Leserbrief

FBP ignoriert bürgerliche Familien

Herbert Elkuch,Landtagsabgeordneter | 4. November 2017

Kita-Subventionen

Die FBP-Fraktion oder ein Teil davon, speziell der FBP-Stellvertreter Alexander Batliner, scheint komplett in Richtung Sozialstaat zu kippen. Der FBP-Minister Pedrazzini beantragt 276 000 Franken zusätzliche Mittel für die Kitas. Mit dieser Erhöhung bekommt der Verein Kindertagesstätten 2,14 Millionen Franken. Der FBP-Fraktion ist das noch viel zu wenig. Die FBP beantragt im Novemberlandtag, den Vorschlag der Regierung, 276 000 Franken, um sage und schreibe 300 000 Franken aufzustocken. Das ergibt dann im Jahr 2018 zusätzliche Mittel von 576 000 Franken für Kitas. Satte 300 000 Franken mehr als die Regierung für notwendig hält, sofern mindestens 13 Abgeordnete dem Antrag der FBP folgen.
Mit dem Antrag der FBP gehen traditionelle Familienmodelle wieder einmal leer aus! Die FBP subventioniert alle Kitaplätze, unabhängig davon, ob sie besetzt oder unbesetzt sind! Mit dem FBP-Antrag werden auch sehr reiche Eltern, mit einem (steuerpflichtigen) Erwerb von mehr als 20 000 Franken pro Monat, subventioniert! Hingegen eine junge, finanzschwache Familie mit drei Kindern, welche die Mutter selbst betreut, bekommt von diesen 576 000 Franken keinen Rappen. Steuergeldverteilung à la FBP. Die FBP fördert ein sozialistisches System kommunistischen Ursprungs und nennt sich Fortschrittliche Bürgerpartei. Im Septemberlandtag reichten du-Abgeordnete ein Postulat zur Prüfung eines neuen Finanzierungsmodells für Kinderbetreuung ein. Förderungen sollen nicht Institutionen, sondern die einzelnen Familien erhalten, die Familie entscheidet ob Kita, Tagesmutter usw. Die FBP scheint dies nicht zu kümmern. Mit dem Antrag der FBP sind alle abgestraft, die eigenverantwortlich die Betreuung ihrer Kinder selbst in die Hand nehmen und dies nicht dem Staat aufbürden! Mit dem FBP-Antrag wird Eigenverantwortung explizit nicht belohnt, vielmehr schaffen sie ein Anreizsystem für teure, staatlich subventionierte Kita-Plätze! Tagesmütter erhalten vom 300 000 Franken-Antrag der FBP keinen Rappen, obwohl sie die gleiche Arbeit wie Kitas machen! Die FBP ignoriert alle Stimmbürger, die letztes Jahr bei der Volksabstimmung für eine gerechte Unterstützung aller Familien gestimmt haben und sozialistischen Systemen eine Abfuhr erteilten (82,4 Prozent)! Die FBP ignoriert auch die Eidgenössische Jugendbefragung. 66 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer mit Kinderwunsch möchten eine bürgerliche Familie gründen. Nur 4 Prozent respektive 5 Prozent möchten eine Familie, wo beide voll erwerbstätig sind (Befragt wurden 50 000 Jugendliche).

Herbert Elkuch,
Landtagsabgeordneter

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