Leserbrief

Friedhof für Muslime

Udo Meesters, Hofistrasse 42, Triesenberg | 28. Oktober 2017

Glaube

Ich denke, dass man die Bestattungsart allgemein überdenken sollte. Jede Glaubensgemeinschaft hat seit ihrem Bestehen ein eigenes Bestattungsritual. Dieses wurde aber im Laufe der Jahre geändert. Früher wurden Hexen verbrannt. Heute lassen wir uns verbrennen, in Urnen bestatten auf dem Friedhof oder man nimmt die Urne mit in die eigene Wohnung. Ich finde, dass man zukunftsweisend grundsätzlich nur noch die Art der Bestattung vornimmt und grundsätzlich eine Erdbestattung nicht mehr gestattet. Somit lösen sich vielfältige nachweisliche Probleme, die eine Erdbestattung mit sich bringt.
1. Weniger Platzbedarf.
2. Keine Umweltverseuchung in Boden und Wasser.
3. Keinerlei Glaubensgemeinschaft-Streitigkeiten mehr über die Art und Weise einer Bestattung.
Ich als Christ verlange ja auch nicht, mit den Füssen zum Himmel, sprich zu Gott, bestattet zu werden. Im Gegensatz zu einem Muslimen, dessen Füsse Richtung Mekka zeigen sollen. Früher gab es weniger Menschen und die Frage eines zu klein werdenden Friedhofes hat sich gar nicht gestellt. Heute gibt es viele Millionen mehr und somit auch in Relation dazu mehr Menschen, die sterben. Wenn man sich darüber Gedanken macht, so findet man auch für jede Glaubensgemeinschaft zukunftsweisend ein praktikable Lösung. Traditionen und Rituale sind ein wertvolles Gut. Sie sollten nicht abgeschafft, aber angepasst werden.

Udo Meesters, Hofistrasse 42, Triesenberg

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