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Leserbrief

Höchste Zeit für Lohnanpassungen

Landtagsfraktion der Freien Liste | 28. Oktober 2017

Öffentlicher Dienst

Seit neun Jahren hat der Staat die Löhne im öffentlichen Dienst (Landesverwaltung, Lehrpersonen, usw.) nicht angepasst. Im Gegenteil. In der Zwischenzeit mussten die Angestellten schmerzliche Zusatzbeiträge in die Pensionskasse à fonds perdu leisten, wobei die Arbeitsleistung pro Kopf bei reduziertem Personalbestand und durch zusätzliche Aufgaben angestiegen ist. Unter dem Strich sind die Nettolöhne in den vergangenen Jahren teilweise markant gesunken, wobei sich die generellen Anstellungsbedingen ebenfalls verschlechtert haben.
Die Regierung schlägt nun eine Lohnerhöhung von gerade einmal 1 Prozent für Leistungsträger vor. Die Freie Liste erachtet dies in Anbetracht der negativen Entwicklungen des letzten Jahrzehnts als ungenügend. Die Regierung wird nicht müde zu betonen, dass der Staatshaushalt wieder im Lot ist, was auch den täglichen Anstrengungen der vielen Mitarbeitenden zu verdanken ist.
Im Gegensatz zu den Angestellten im öffentlichen Dienst wurden bei den angeschlossenen Betrieben und in der Wirtschaft in den letzten Jahren immer mal wieder Lohnerhöhungen gesprochen. Auch brummt die Wirtschaft, und die Arbeitnehmervertretung fordert Lohnerhöhungen von bis zu 2 Prozent.
Nach stagnierenden Jahren haben sich die Konsumentenpreise wieder erhöht, bis Ende Jahr wird eine Teuerungsrate von 0.5 Prozent prognostiziert. Aber insbesondere die steigenden Gesundheitskosten und die Anpassungen der Pensionskassen werden die Geldbeutel ab 2018 enorm belasten. Nach Jahren der Sparmassnahmen, Prämienerhöhungen und wachsendem Druck am Arbeitsplatz sind generelle Reallohnerhöhungen notwendig, auch im öffentlichen Dienst, der von diesen Entwicklungen nicht ausgenommen ist.
Deshalb wird die Fraktion der Freien Liste für den November-Landtag vorschlagen, die Löhne aller Angestellten im öffentlichen Dienst nach neun Jahren des Stillstands respektive des Rückschritts generell um 2 Prozent anzuheben. Ausserdem soll die Regierung hervorragende Mitarbeitende, die sogenannten Leistungsträger, einmalig mit einer Sonderzahlung von 1 Prozent der Lohnsummer belohnen können.
Es ist höchste Zeit, auch die Personen im öffentlichen Dienst verhältnismässig und angemessen für ihren täglichen Einsatz zu belohnen. Die Fraktion der Freien Liste ist der festen Überzeugung, dass dies nach fast einem Jahrzehnt angebracht und verdient ist. Das hat zudem eine Signalwirkung für die Lohnentwicklung aller Angestellten im Land.

Landtagsfraktion der Freien Liste

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