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Leserbrief

Gleiche Spiesse für alle

Sandra Näscher,Schlatt 15b, Gamprin | 31. Dezember 2015

«Wer das Glück hat, einen subventionierten Kita-Platz zu erwischen, kommt günstiger weg. Das ist eine Ungleichbehandlung, welche beseitigt werden muss.» Aussage von Herr Pedrazzini im Interview mit dem «Volksblatt» vom 23. Dezember 2015. Was ist den mit all den Familien, die keinen Kita-Platz in Anspruch nehmen? Diese zahlen auch ein in die Familienausgleichskasse, da eine Person pro Familie immer einer Arbeit nach geht und jeder Arbeitgeber zur Einzahlung verpflichtet ist. Ist das keine Ungleichbehandlung, oder spielt es da keine Rolle? Sind alle anderen Familienmodelle dem Staat egal und nicht unterstützungswürdig?
«Diejenigen, die in der erfreulichen Lage sind, nicht auf einen Kita-Platz angewiesen zu sein, müssen somit auch keine Elternbeiträge entrichten und sparen sich diesen somit.» Eine weitere Aussage von Herrn Pedrazzini. Siehe «Volksblatt» vom 23. Dezember 2015. Diese Aussage ist so nicht korrekt. Auch Mütter oder Väter, die in Eigenverantwortung ihre Kinder betreuen beziehungsweise betreuen lassen, zahlen ihren Beitrag. Oder sie verzichten auf vieles, unter anderem auch auf das zusätzliche Einkommen wie zum Beispiel jene, die im Job-sharing Arbeit und Kinderbetreuung teilen.
Übrigens wussten Sie, dass ein subventionierter Kita-Platz sich der Staat 15 000 Franken im Jahr kosten lässt? Würde der Staat diesen Beitrag jenen auszahlen, die keinen subventionierten Kita-Platz in Anspruch nehmen, bräuchte es wahrscheindlich gar keine staatlich geförderten Kitas mehr.

Sandra Näscher,
Schlatt 15b, Gamprin

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