Leserbrief

Mitschuld an Flüchtlingstoten?

Udo Meesters,Hofistrasse 42, Triesenberg | 30. Dezember 2015

Flüchtlingskrise

Mitschuld am Tod von Flüchtlingen sind nur die, die sich neben den USA an diesen Nah-Ost-Kriegen beteiligt haben. Sowie deren Waffenexporteure. Wer die Wege der Kriege dort verfolgt, erkennt schnell das Ziel, die dortigen Staaten gezielt zu destabilisieren. Daraus resultierend, die gezielt gesteuerten Flüchtlingsströme Richtung Europa. Die Staaten, die Zäune hochziehen, stellen im Interesse des eigenen Volkes die Sicherheit vor christliches Denken. Nicht jeder Flüchtling ist ein Kriegsflüchtling, das nur nebenbei. Durch Macht, Gier und Geld geht man über Millionen von Zivilleichen. Dazu gehören auch die, die ihr Leben auf dem Seeweg verloren haben. Denn diese Wege wurden ebenso organisiert und gesteuert, das obwohl es sichere Wege, zum Beispiel über die Türkei (und andere) gibt. Das Foto von Ailan am Strand ging um die ganze Welt. Eine Flüchtlingsfamilie, die bereits zwei Jahre in der Türkei Aufnahme gefunden hatte, aber weiter wollte zu Verwandten nach Kanada. Der sichere Landweg wurde ihnen verweigert. Darum nahmen sie den gefährlichen Seeweg von der Türkei nach Griechenland. Warum sucht man dann die Mitschuld bei uns? Merkel als EU-Chefin und Kanzlerin der BRD öffnete die Arme und viele Flüchtende kamen legal/illegal über die europäischen Grenzen, ohne Kontrolle. Darunter auch nachweislich IS-Terroristen. Man muss also politisch nicht sehr belesen sein, um die Schuldigen an diesem Chaos mit Millionen von Ziviltoten, die dann als Kollateralschaden bezeichnet werden, zu erkennen. Um das Ganze noch abzurunden, passte diesen Verursachern und Kriegstreibern der brutale IS-Anschlag in Paris genau ins Konzept, um das Heer der Deutschen und Franzosen nach Syrien zu schicken. Anweisungen der Amerikaner, weil Putin in kurzer Zeit mehr Erfolge verzeichnen konnte, um das eigene Gesicht nicht zu verlieren?
Wenn uns eine Schuld trifft, dann dadurch, das wir jahrelang geduldig manipulierte, weltweite Wirtschaftskrisen und die Nah-Ost-Kriege geduldet haben, ohne unsere Stimme zu erheben. Wer die Statistiken der Waffenexporteure liest, sieht folgendes: 1. USA, 2. Russland ... Wenn man aber Europa als Staat gesamt gesehen addiert, so steht Europa an erster Stelle. Wir als Bürger der europäischen Staaten wollen diese schleichenden Manipulationen einfach nicht sehen, weil es uns noch zu gut geht. So viel zur Schuld oder Mitschuld.


Udo Meesters,
Hofistrasse 42, Triesenberg

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