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Leserbrief

Änderungen, die für den LSB nicht zu akzeptieren sind, Teil eins

Liechtensteiner Seniorenbund | 29. September 2015

KGV-Revision ...

Die KVG-Revision wird auch unter «Ausschluss der Bürger» verhandelt. Ich habe noch eine andere Idee: Statt immer über «nackte Tatsachen» zu schreiben, behaupte ich, dass Lachen gesund ist. Ich finde, dass wir Patienten (also ausser mir, ich bin ja keine Patientin) statt Pillen zu schlucken bis der Krankenwagen kommt, lieber mehr Lachen sollten. Dafür habe ich einige lustige Arztwitze aus dem Internet ausgesucht. Wem es jetzt nicht gefällt, darf aufhören weiter zu lesen, da bin ich nicht beleidigt. Das hinter diesen Witzen auch ein Fünkchen Wahrheit steckt, ist auch klar. Hier einige «Rezepte»:
1.) Mann beim Arzt: «Herr Doktor, wie werde ich sicher 100 Jahre alt?»
Arzt: «Rauchen Sie?»
Patient: «Nein»
Arzt: «Trinken Sie?»
Patient: «Nein»
Arzt: «Sind Sie die ganze Nacht feiern?»
Patient: «Nein»
Arzt: «Haben Sie viele Frauen?
Patient: «Nein»
Arzt: «Und warum wollen Sie dann 100 Jahre alt werden?»
Meine Meinung: Ich will lieber Spass im Leben haben ohne Ärzte und Medis, als 100 Jahre alt zu werden.
2.) Arzt zum Patienten: «Sie wirken völlig gesund. Aber nach ein paar Tests werde ich schon was finden. Meine Meinung: glaube ich sofort, aber nicht mit mir.
3.) «Nur noch zwei Termine, Herr Schneider, dann sind wir am Ziel.»
«Wirklich, dann bin ich geheilt?»
«Nein, aber dann haben sie mein neues Haus mit Pool ganz alleine finanziert!».
Meine Meinung: Ich baue lieber mein eigenes Haus mit Pool, ist doch logisch!
4.) Arzt: «Ich gratuliere Ihnen zu dem Entschluss, mein Patient zu werden. Und wie sieht es aus, haben Sie schon eine Krankheit gewählt?»
Meine Meinung: Na klar, Hirnschaden würde ich mir diagnostizieren.
5.) «Die Patienten mischen sich immer mehr in die Behandlung ein. Warum können sie nicht einfach schweigen und geniessen?»
Meine Meinung: Also, ich frage nichts, rede nicht und geniesse den Spitalaufenthalt, oder habe ich da was missverstanden?
Wünsche eine gute Besserung mit «Lachtherapie».

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

Der Liechtensteiner Seniorenbund (LSB) verfolgt die Diskussionen um die Revision des KVG aufmerksam und hatte seinerzeit auch eine kritische Stellungnahme zum Vernehmlassungsbericht eingereicht.
Aufgrund der Diskussionen im Landtag anlässlich der ersten Lesung des Gesetzesentwurfes zum KVG und nach Vorliegen der Stellungnahme der Regierung befürchtet der LSB, dass der Gesetzesentwurf der Regierung im Landtag eine Mehrheit finden wird.
Mittlerweile sind zwar einige vom LSB kritisierte Änderungsvorschläge aus der Gesetzesvorlage eliminiert worden. Der LSB kann jedoch nach wie vor folgende geplante Änderungen nicht akzeptieren:
?Trennung von Grundkosten- und Hochkostenversicherung: Diese Massnahme stellt einen ersten Schritt dazu dar, dass Patienten/Versicherte in Zukunft bis zu 5000 Franken, eben die Grundkosten, selbst zahlen müssen. Wie die Regierung ausgeführt hat, sollen die staatlichen Subventionen und Arbeitgeberbeiträge nur zur Deckung der Hochkosten dienen. Genau im Hochkostenbereich werden aber die relevanten Kostensteigerungen auftreten. Den Widerspruch, wie diese mit reduzierten beziehungsweise staatlichen Mitteln aufgefangen werden sollen, erklärt die Vorlage jedoch nicht. Im Übrigen wird mit einer solchen Trennung der administrative Aufwand für die Kassen und damit die Verwaltungskosten massiv erhöht.
?Wahlfranchisen: Nach wie vor sehr kritisch beurteilt der LSB die Möglichkeit zu einer Wahlfranchise bis zu 4000 Franken. Das führt unweigerlich zu einer Entsolidarisierung der Versichertengemeinde. Junge und gesunde Personen werden eher eine hohe Wahlfranchise wählen als Senioren und Kranke, da für die Ersteren das Risiko klein Ist. Sollte sich die Risikolage für diejenigen Personen mit der hohen Wahlfranchise ändern, kann innert Jah-resfrist auf die Minimalfranchise gewechselt werden! Der LSB geht auch davon aus, dass die Prämien für die rein obligatorisch Versicherten nicht auf bisherigem tiefen Niveau gehalten werden können und steigen werden, wenn sich tatsächlich eine grosse Mehrheit mit kleinem Krankheitsrisiko für eine hohe Wahlfranchise entscheidet.

Liechtensteiner Seniorenbund

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