Leserbrief

Nur ein Traum?

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 26. September 2015

Glaube

Was weiss der Papst vom Klima? Da sich der Papst und Obama seit geraumer Zeit auch noch fürsorglich um den Klimawandel kümmern, sei folgende Betrachtung gestattet. Nichts gegen die vielen schönen Anregungen des Papstes in seiner Enzyklika. Trotzdem sollte doch eine kritische Betrachtung, vor allem zum Thema Klima und Umwelt, in Erwägung gezogen werden dürfen. Nämlich: «In einer Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung vom 18. Juni 2015 hiess es, dass dessen Leiter, Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber der gewesen sei, der eingeladen wurde, an der Seite von Kardinal Peter Turkson in Rom zu sprechen. Tags zuvor sei er zum ordentlichen Mitglied der Pontifikal-Akademie der Wissenschaften ernannt worden», so Prof. Dr. Wolfgang Thüne, Dipl. Meteorologe und ehemaliger Wetterexperte vom ZDF. Frage der «FAZ» an Herrn Schellnhuber: Waren da auch Skeptiker eingeladen? Schellnhuber: «Nein (...).» Da liest sich doch der erste Satz von Absatz 61 der Enzyklika wie der blanke Hohn: «61. In Bezug auf viele konkrete Fragen ist es nicht Sache der Kirche, endgültige Vorschläge zu unterbreiten, und sie versteht, dass sie zuhören und die ehrliche Debatte zwischen den Wissenschaftlern fördern muss, indem sie die Unterschiedlichkeit der Meinungen respektiert.» Entzückend!

Manfred Büchel,
Gastelun 4, Eschen

In «Kontinente» 3/15 las ich nach einem erschütternden Bericht über die Flüchtlingsnot die mögliche Lösung dieses Problems. Gestern sprach der Papst vor der UNO darüber. Im Buch «Weg mit dem Überfluss» zeigt Prof. N. Peach den Weg, den er erfolgreich selber geht. Gesund und fröhlich radelt der Universitätsprofessor durch Oldenburg und beweist damit, dass seine Tipps im Buch wirken und überall realisierbar sind:
? keine Flächen mehr versiegeln oder verbauen, ja Rückbau-Programme verwirklichen,
? unnötige Gewerbe- und Verkehrsflächen in Wiesen verwandeln,
? auf Autos fast ganz verzichten,
? den Strassenmarkt neu bevölkern,
? in Werkstätten reparieren, «was das Zeug hält»,
? Raum für Kunst und Spiel schaffen,
? überall Gemeinschaftsgärten «spriessen» lassen, Geschenkläden öffnen, Zeitausschussbörsen und Verleihstationen anbieten …
? die meisten Händler haben Reparaturabteilungen, wo die Kunden selber lernen können, die Dinge zu pflegen und zu «flicken» …
? nur noch 20 Stunden pro Woche um Geld arbeiten und so Zeit für Kunst und Spiel sichern ...
Ist das möglich?
? wer die Güter doppelt so lange nutzt, spart die Hälfte des Geldes und der Rohstoffe;
? wer Waschmaschine, Auto … mit andern teilt, spart Produktion und Geld;
? wer Nahrungsmittel zum Teil selbst anbaut, schont die Umwelt und den Geldbeutel.
Und die Frucht?
? Der Mensch wird unabhängiger, die Luft und das Wasser gesünder und der Albtraum der Finanzkrise gebannt.
? Weniger Dinge intensiver nutzen reduziert den Stress, sichert mehr Gesundheit und mehr Glück für alle und den dauerhaften Frieden.
Reizt es Sie, solche Schritte zu tun? Oder sind Sie gar schon auf dem Weg? Viel Freude!

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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