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Leserbrief

Hilfe, jetzt

Bruno Ospelt,Holdergasse 2, Vaduz | 28. August 2015

Flüchtlingsdrama

Das Flüchtlingselend hat eine Dimension angenommen, wie wir es noch nie erlebt haben.
Krieg – Tod – Verfolgung – Folter – Vergewaltigung – Hunger – Traumatisierung der Kinder. Ein kaum vorstellbares Leid.
Es wird diskutiert, was in der Vergangenheit falsch gelaufen ist. Das ist richtig und nötig, hilft aber den Menschen, die jetzt in Not sind, wenig. Die Politik reagiert nur träge. Liechtenstein könnte einmal Vorbild sein. Aufgrund der Kleinheit unseres Landes sind die Entscheidungswege kurz. Die Regierung könnte mit Mut Entscheidungen treffen, ohne so lange zu warten, bis sich eine klare öffentliche Meinung gebildet hat. Und unsere Kirche, was tut sie? Nicht viel mehr als nichts. Sie ist wohl zu sehr mit ihrer Eigenverwaltung und der Sorge um materielle Güter beschäftigt. Sie ist nicht imstande oder nicht willens, den zentralen Auftrag der Nächstenliebe, den sie von Christus erhalten hat, umzusetzen.
Einer aufgeschlossenen christ- lichen Zeitschrift entnommen: «Eine Frau betete: Gott siehst Du denn das Elend auf dieser Welt nicht? Warum machst Du nichts? Gott antwortete: Ich sehe das Elend auf der Welt wohl, deshalb habe Dich gemacht.»
Martin Werlen, ehemaliger Abt von Einsiedeln: «Wir sollten aufhören die theoretische Frage zu stellen, was würde Jesus heute sagen?. Vielmehr sollten wir die Frage stellen: Was sagt Jesus heute.»
Jede und Jeder Einzelne, Staat und Kirche sollte sich überlegen, wie jetzt geholfen werden kann.

Bruno Ospelt,
Holdergasse 2, Vaduz

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