Leserbrief

Radarkasten beim Zollhaus aufstellen

Martha Negele,Grosssteg 48, Triesenberg | 31. Juli 2015

Raserei im Steg

Steg wäre ein so idyllischer Ort, wo man in Ruhe die wunderbare Natur geniessen könnte, wären da nicht die Wahnsinnigen, die mit röhrenden Motoren berg- und talwärts rasen, als befänden sie sich nicht nur auf der Autobahn, sondern auf einer Rennstrecke.
Der Tag beginnt mit denjenigen, die es eilig haben, von Malbun ins Tal zur Arbeit zu fahren. Sie sind sozusagen im Tiefflug unterwegs.
Dann beginnt der Arbeitstag für die kleineren und grösseren Lastwagen. In Richtung Malbun schaffen diese keine rekordverdächtigen Geschwindigkeiten, dafür geniessen sie den Rückweg meistens in vollen Zügen. Je nach Ladung kommt dann zur Geschwindigkeit noch das entsprechende Geschepper.
Eine nicht zu unterschätzende Spezies sind die Motorradfahrer. Nur wenn es so richtig dröhnt, scheint deren Welt in Ordnung zu sein.
Anscheinend gibt es sogar Velofahrer, die mit dem Bus nach Malbun fahren, um dann in halsbrecherischem Tempo ins Tal zu brausen. Wie krank ist das denn?
Früher gab es übrigens den Begriff Rücksichtnahme – der scheint irgendwie nicht mehr zu existieren und man müsste ernsthaft darüber nachdenken, ihn wieder zu aktivieren. Nun könnte man diese Missstände ganz einfach in den Griff bekommen, wenn sich unsere Polizei endlich dazu durchringen könnte, immer mal für ein paar Tage beim Zollhaus einen Radarkasten aufzustellen. Trotz diverser Anfragen scheint dies nicht möglich zu sein, und ich möchte zu gerne den Grund dafür wissen. Dem Radarkasten, der schon seit Wochen, ohne Zweifel inzwischen landbekannt, in Triesen steht, würde ein Ortswechsel nur gut tun. Er hätte hier einen sinnvollen Platz und für uns Steger, die wir an der Strasse wohnen, wäre er sozusagen ein Segen.
Ich stelle übrigens fest, dass dieses Jahr vermehrt Familien mit Kindern entlang der Strasse unterwegs sind, die dann den Bus nehmen. Muss erst ein Unglück geschehen?
Zu guter Letzt: Natürlich gibt es sehr viele hochanständige Autofahrer und bei denen möchte ich mich ganz herzlich bedanken!


Martha Negele,
Grosssteg 48, Triesenberg

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2017, Alle Rechte vorbehalten.
Volksblatt Werbung