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Leserbrief

Nachtfahrverbot beibehalten

Bürgerinitiative «mobil ohne Stadttunnel», www.ohnetunnel.li | 24. Juni 2015

Grenze in Schaanwald

Unsere Regierung hat im Juni-Landtag erklärt, sie wolle das verlängerte Nachtfahrverbot in Schaanwald versuchsweise verkürzen. Zur Diskussion steht letztlich aber auch die vollständige Aufhebung. Dann könnten Lkws das Hauptzollamt Tisis/Schaanwald 17 Stunden lang nutzen statt wie bisher 10,5 Stunden. Heute weichen Lkws in den frühen Morgenstunden und abends auf andere Zollämter aus. Das werden sie ab dem Zeitpunkt nicht mehr machen, ab dem in Schaanwald das verlängerte Nachtfahrverbot aufgehoben wird und das Hauptzollamt Tisis/Schaanwald wie alle anderen von fünf Uhr morgens bis zehn Uhr nachts offen ist, statt wie bisher von halb acht bis sechs.
Heute schon fahren Lastwagen im 40-Sekunden-Takt durch Schaanwald. 800 Lkws an einem Werktag sind die Regel. An Spitzentagen sind es bis zu 1200 Lkws. Je länger das Hauptzollamt offen hat, desto mehr Lkws werden abgefertigt. Mit spürbaren Folgen für die Bevölkerung, der heute schon eine viel zu hohe Luft- und Lärmbelastung zugemutet wird. Begründet wird die Verkürzung des Nachtfahrverbots mit dem Schutz der Schulkinder. Doch sicherer sind die Kinder auf dem Schulweg nur dann, wenn gar keine Lkws fahren und das Nachtfahrverbot morgens um mindestens eine halbe Stunde verlängert wird. Ob der 40-Sekunden-Takt, in dem die Lastwagen an den Schulkindern vorbeidonnern, um sieben oder halb acht beginnt, ist für den Schulweg der Kinder gleich schlimm.
Feldkirch will sich selbst entlasten und den lärmigen Lkw-Verkehr durch den Stadttunnel zur Grenze fahren lassen. Wissend, dass die Menschen ausserhalb der Tunnelportale und in Liechtenstein zu den Verlierern gehören. Weil es zu keinem Stau im Tunnel kommen darf, kann die Tunnelspinne aber nur gebaut werden, wenn der Lkw-Rückstau vor der Grenze aufgelöst wird. Deshalb drängt Vorarlberg auf eine Verkürzung des Nachtfahrverbots. Wenn nun die Regierung zusammen mit den Gemeinden Eschen und Mauren genau dies macht, dann sagt sie damit auch Ja zum Stadttunnel Feldkirch.
Die Bürgerinitiative «mobil ohne Stadttunnel» bittet daher die Mitglieder der Regierung, des Landtags und der Gemeinden, am Nachtfahrverbot festzuhalten und auf diese Weise die Bevölkerung vor noch mehr Verkehr zu schützen. Nach den Sommerferien werden wir an einer Informationsveranstaltung aufzeigen, weshalb das verlängerte Nachtfahrverbot die Bevölkerung wirksam schützt und was noch getan werden kann. Ergänzend werden Vertreter der Bürgerinitiativen eine Petition zur Beibehaltung des Nachtfahrverbots beim Landtag einreichen.

Bürgerinitiative «mobil ohne Stadttunnel», www.ohnetunnel.li

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