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Leserbrief

Ja zum Turnhallenneubau Nendeln

Werner Marxer, FBP-Fraktions- sprecher von 2011-2015 | 19. Juni 2015

Turnhallenbau Nendeln

Investitionen in die Bildung sind eine Wertanlage in das wertvollste Gut, das unsere Gemeinde und unser Land besitzen. Das sind die Kinder! Ihnen und ihrer Bildung muss unsere besondere Aufmerksamkeit gelten.
Die geplante neue Turnhalle in Nendeln ist eine Investition im Interesse der Nendler Kinder. Wie Kinder anderer Gemeinden haben auch sie ein Anrecht darauf, in einem ihren Bedürfnissen möglichst gerecht werdenden Schulareal, zu welchem eine funktionsfähige Turnhalle dazu gehört, ohne Gefahrenrisiko, unbelastet turnen und spielen zu können. Wie wir an der Informationsversammlung der Gemeinde Eschen und durch das Studium der Wahlunterlagen erfahren mussten, ist die jetzt bestehende Turnhalle nicht einmal Erdbeben gesichert. Die weiteren substanziellen Mängel sind allen, die das Objekt kennen, hinlänglich bekannt. Die Kinder haben heute nach dem Turnen nicht einmal die Möglichkeit, zu duschen und müssen verschwitzt nach Hause gehen. Es besteht also absoluter, unverzüglicher Handlungsbedarf. Das Referendum richtet sich gegen die elementaren Interessen der Schulkinder. Das macht uns Eltern betroffen und stimmt uns traurig. Das Agieren der Referendumsgruppe gegen das Zukunftsprojekt des Turnhallenbaus ist unverantwortlich. Das Projekt des geplanten Neubaus der Turnhalle mit einer integrierten Aula wurde auf breitester Basis erarbeitet. Von diesem gut durchdachten Neubau können neben unseren Kindern alle profitieren. Auch die vielen Vereine und Gruppen, welche das Nendler Dorf- und Vereinsleben prägen, werden dadurch frische Impulse erhalten. Die in das Projekt integrierte Aula wird sowohl den schulischen wie auch den öffentlichen Nutzungsbedürfnissen in idealer Weise gerecht. Das durch den Neubau stark aufgewertete Schulareal in diesem mit dem römischen Gutshof geschichtsträchtigen Umfeld wird zudem zu einer über die Gemeindegrenzen hinausstrahlenden historischen Stätte aufgewertet. Auch in finanzieller Hinsicht ist das neue Projekt für die Gemeinde vorteilhaft. Die laufenden finanziellen Aufwendungen der Gemeinde können durch das Investitionsprojekt nachhaltig entlastet werden. Von Fachexperten wurde errechnet, dass mit dem Neubau circa 70 Prozent an Energiekosten eingespart und die Umwelt entsprechend geschont werden kann. Der Neubau wird im Quervergleich mit dem heutigen Objekt auch keine zusätzlichen Unterhaltskosten verursachen. Es gleicht einem Akt der Willkür, diesen ausgereiften Planungs- und Entwicklungsprozess für das neue Turnhallenprojekt in Nendeln jetzt kurz vor der Verwirklichungsphase mit fadenscheinigen Argumenten abwürgen zu wollen. Wir bitten, die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, unseren Kindern ihre Zukunftschancen nicht zu beeinträchtigen und dem für die Optimierung der Nendler Schulanlage bewilligten Verpflichtungskredit zuzustimmen. Vielen herzlichen Dank!

Manuel und Manuela Kranz, Nendeln; Fabian Wohlwend und Sarah Marxer, Nendeln; Konstantin Kranz und Vanessa Wolfinger, Eschen; Martin und Jasmine Hörndlinger, Nendeln; Tobias Kranz und Marion Wohlwend, Nendeln; Walter und Cornelia Beck, Nendeln; Arno und Priska Marxer, Nendeln; Tanja Plüss, Nendeln; Markus und Elisabeth Mignelli, Nendeln; Marc und Michelle Walser, Nendeln; Stefan A. Ott, Nendeln; Dominique Kranz, Nendeln; Kevin Beck, Nendeln; Marjana Kranz, Nendeln

Zu den Argumenten von jenen, die das Referendum ergriffen haben, möchten wir noch folgende Stellung nehmen: Die Turnhalle ist bereits multifunktional, diese ist jeden Tag ausgebucht bis spät am Abend. Viele Vereine von Eschen und Nendeln wurden dort untergebracht und trainieren täglich mit ihren Gruppen. Das wird sich auch nachher nicht ändern. Ebenfalls finden dort an den Wochenenden sehr viele verschiedene Veranstaltungen statt. Die Unterhaltskosten haben wir jetzt schon, da ja bereits eine Turnhalle dort ist, doch durch die neue Heizung können wir sogar rund 70 Prozent der Kosten einsparen. Auch die Personalkosten werden sich nicht erhöhen, da die Abläufe für den Hauswart optimiert werden können. Eine Sanierung ist nicht nachhaltig, wegen immer wiederauftretenden Sanierungskosten. In den Kosten sind nicht nur die Turnhalle und Aula enthalten, sondern auch die ganze Umgebung die dringend erneuert werden muss. Eine Neugestaltung ist eine Bereicherung für die ganze Bevölkerung. Wenn wir keine neue Aula bekommen, wird in Nendeln eine Tagesstruktur nicht mehr möglich sein, da der Platz nicht vorhanden ist. Dies ist nicht zukunftsorientiert. Da im Laufe der Zeit immer mehr Mütter arbeiten müssen, sind die Familien auf solche Institutionen angewiesen. Ohne diese verlieren wir völlig die Attraktivität und können mit anderen Gemeinden nicht mehr mithalten. Die Sanierung der heutigen Turnhalle – ohne Hinzufügen nur eines Raumes – wird auf Kosten von rund 3,3 Millionen Franken geschätzt. Dann haben wir aber keine neuen Optionen, wie dies im Programm mit dem Neubau vorgesehen ist. Würden wir die bestehende Halle sanieren und die neuen Räume dazu bauen, dann sind wir bei den Kosten der neuen Turnhalle. Haben dann aber keinen Aussenraum, keinen Mittagstisch etc. Damit zeigt sich, dass eine Sanierung nicht zukunftsfähig ist. Es ist richtig, dass wir in Nendeln drei magere Jahre hatten, was die Schülerzahlen betrifft, doch mittlerweile sind die Geburtenzahlen wieder gestiegen und wir können auch schon wieder zwei Kindergärten betreiben, was vorher kurzfristig nicht mehr der Fall war. Und mit diesem Neubau machen wir sicher den richtigen Schritt für Rückkehrer nach Nendeln oder dass sich die eine oder andere Familie auch für Nendeln entscheidet. Zudem haben wir noch räumliches Verdichtungspotenzial und später können auch noch Bauzonenerweiterungen vorgenommen werden. Diese Investition wird über Jahrzehnte halten und deshalb ist eine solide Baute eine gute finanzielle Investition in die Zukunft. Wir Eltern können niemals bei einer Veranstaltung der Kinder teilnehmen, weil wir keinen Platz in dem als heute «Aula» deklarierten Raum haben. Sogar die Kinder selbst hatten in den vergangenen Jahren nicht genügend Platz darin. Dieser Raum kann knapp 70 Personen unterbringen und die höchste Zahl an Schulkindern in Nendeln überstieg 150 Personen. Es handelt sich nur um ein Provisorium und verfügt leider nicht über die normale Infrastruktur, wie das in den anderen Schulen des Landes üblich ist. Nicht zuletzt sollte auch der kulturelle Punkt betrachtet werden. Die Römerbauten sind ein Gut von höchstem Wert. Dadurch ist Nendeln allerdings auch etwas gebunden, was die bauliche Sicht betrifft. Mit dem Turnhallenneubau wird auch hier wieder Rück-sicht auf den denkmalgeschützten Römergutshof genommen und dieser in das Areal integriert. Der gesamte Aussenraum wird dadurch ungemein an Wert und Zuspruch gewinnen und die ganze Anlage mit den Römermauern regionale Beachtung finden. Heute waren sie leider versteckt und für den Nichtortskundigen relativ schlecht erschlossen.

Elternvereinigung Nendeln

In vielen Sitzung hat sich der Gemeinderat Eschen zusammen mit fachkundigen Experten und der Bevölkerung Nendelns mit der zukünftigen Entwicklung von Nendeln befasst. Es wurde ein Konzept erarbeitet, das Nendeln mehr eigene Identität gibt und mithelfen wird, Nendeln als attraktive Wohngemeinde wahrzunehmen.
Haben wir Mut, dieses Konzept zu verwirklichen! Es profitiert die Schule, es profitiert die Jugend, es profitieren die Vereine, es profitiert die ganze Bevölkerung.
Der letzte Gemeinderat hat dieses Konzept in einen langfristigen Finanzplan eingebettet und ist überzeugt, dass diese Investition sehr sinnvoll und für unsere Gemeinde gut verkraftbar ist.

Werner Marxer, FBP-Fraktions- sprecher von 2011-2015

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