Leserbrief

«Stell dir vor, es herrscht Krieg und keiner hat eine Waffe!»

Willy Marxer,Schwarze Strasse 4, Eschen | 16. Juni 2015

Waffenlieferungen

Ist ein Land neutral, welches Waffenkonflikte in der Welt durch die Lieferung von Kriegsmaterial direkt oder indirekt unterstützt? Macht sich ein angeblich neutrales Land, welches auf diese Art – mal mit dem einen, mal mit dem andern – einträgliche Geschäfte betreibt, nicht mitverantwortlich am Elend eines Krieges? Das «Volksblatt» betitelt am Samstag, den 13. Juni, seinen Bericht über die Lage im Jemen: «Die Schweiz stoppt Waffenlieferungen!» Und weiter heisst es, die Schweiz liefere kein Kriegsmaterial mehr nach Jemen. So weit, so gut.
Die so oft zitierte Neutralität der Schweiz wird in meinen Augen aber erst dann glaubwürdig, wenn die Schweiz konsequent und weltweit auf Waffenlieferungen verzichtet. Man wird mich belehren: «Wenn die Schweiz nicht liefert, dann liefert ein anderer Staat, wenn die Amerikaner nicht und wenn die Russen nicht ...», etc. usw. Leider ist das so. Die Auswirkungen sind bekannt. Aber die Schweiz, in so vielen Dingen Vorbild, könnte und sollte der Welt demonstrativ zeigen, was echte Neutralität bedeutet und bewirkt.

Willy Marxer,
Schwarze Strasse 4, Eschen

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