Leserbrief

Modernisten planen Spaltung der Kirche (2. Teil)

Urs Kindle,Binzastrasse 51, Mauren | 9. Juni 2015

Glaube

50 Personen, darunter 9 Bischöfe und 15 Theologieprofessoren, trafen sich am 25. Mai 2015 in Rom. Ziel? Zitat: «Das Geheimtreffen […] diente zur Festlegung der Strategien, mit denen der Umsturz auf der Bischofssynode im kommenden Oktober erreicht werden kann»; mittlerweile ist die Teilnehmerliste jener modernistischen «katholischen Geheimbündler» bekannt. (Giuseppe Nardi, www.katholisches.info, 28./29. Mai 2015)
Bemerkenswert: An jenem Geheimtreffen nahmen unter anderem die Vorsitzenden dreier Bischofskonferenzen teil: Bischof Markus Büchel (Vorsitzender der Schweizer Bischöfe); Erzbischof Georges Pontier (Vorsitzender der französischen Bischöfe); Kardinal Marx (Vorsitzender der deutschen Bischöfe und Mitglied des von Papst Franziskus ernannten C9-Kardinalsrats).
Zu Recht kritisiert Prof. Manfred Spieker scharf, dass, Zitat, «Marx, Pontier und [Markus] Büchel nicht als Hirten ihrer Diözesen, sondern als Vorsitzende ihrer Bischofskonferenzen eingeladen haben, aber die [konservativen] Amtsbrüder [Bischöfe], die im Hinblick auf die verhandelten Themen andere Ansichten haben als sie selbst, nicht einmal über die Veranstaltung informierten, geschweige sie einbanden. Das grenzt an einen Missbrauch ihres Amtes als Moderator der Bischofskonferenz […] Die drei Bischöfe haben auch nicht die Medienvertreter eingeladen, die für diese Themen als Experten ausgewiesen sind, sondern nur jene, die wiederum ihre Ansichten teilen und den öffentlichen Druck zu verstärken geeignet sind, den die ganze Veranstaltung auf die Synode im Oktober ausüben sollte.» (kath.net, 28. Mai 2015)
Wie hätte die Welt reagiert, wenn sich nicht modernistische, sondern konservative Kirchenvertreter im Geheimen getroffen, Amtsmissbrauch begangen und derart manipulativ und spaltend agiert hätten? Die Grossmedien hätten während Tagen lauthals den Rücktritt der entsprechenden Bischöfe gefordert. Modernisten hingegen werden gedeckt.
Brisant: Gemäss Zeitungsankündigung vom 28. Mai und 6. Juni wird im Haus Gutenberg am 17. Juni ein «Gesprächsabend mit [dem St. Galler] Bischof Markus Büchel» stattfinden – in Kooperation mit dem Kloster St. Elisabeth. Thema: Die Bischofsynode über Ehe und Familie in Rom. Ob Bischof Büchel guten Willens ist oder nicht, das weiss Gott. Tatsache ist jedoch: Jenes Geheimtreffen vom 25. Mai, d. h., die modernistischen Kräfte innerhalb der Kirche, ebnen der dunklen, brandgefährlichen, heranrollenden Eine-Welt-Religion den Weg. Die Welt wird getäuscht.

Urs Kindle,
Binzastrasse 51, Mauren

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