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Leserbrief

Eine Richtigdiagnose

Pepo Frick,Co-Präsident der Freien Liste | 30. April 2015

Mindestertragssteuer

Ein Leserbriefschreiber meinte diese Woche, die Freie Liste betreibe eine Fehldiagnose: Sie wisse nicht, «welches (kapitalistische) Schwein sie der Schlachtung zuführen will». Der Treuhänder sei «in Sachen Mindestertragssteuer in der Regel lediglich die Zahlstelle». Das ist eine interessante Feststellung über das liechtensteinische Treuhandwesen, und für mich eine klare Fehldiagnose. Der heutige liechtensteinische Treuhänder ist weit mehr als nur ein Kostendurchlauferhitzer. Er stellt sich, hoffentlich erfolgreich, sehr wohl der internationalen Konkurrenz. Die Treuhänder sitzen damit im selben Boot wie Unternehmen, die in den EU-Raum exportieren. Die Unternehmen müssen sich dem verändernden Umfeld wie dem starken Franken anpassen und versuchen, die Kosten zu senken und die Preise für die Endkunden anzupassen. Auch Handwerker müssen sich im härter werdenden internationalen Umfeld behaupten. Die Treuhänder wissen sehr genau, dass die Mindestertragssteuer seit den 1960er-Jahren nicht mehr der Inflation angepasst worden ist und heute ein Mehrfaches betragen würde. Durch ihre erfolgreiche Lobbyarbeit haben sie in den vergangenen Jahren jegliche Erhöhung unterdrückt, auch gegen einen Antrag der aktuellen und der Vorgänger-Regierung. In den vergangenen drei Jahren sind unserem Staat somit mehr als 50 Millionen Franken entgangen, auch dieses Jahr knappe 20 Millionen.


Pepo Frick,
Co-Präsident der Freien Liste

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