Leserbrief

Sehr wichtige Einsicht!

Sr. Alma Pia, ASC,Kloster St. Elisabeth, Schaan | 28. März 2015

Fleischkonsum

In Vorbereitung auf die Klimakonferenz im Herbst 2015 studierte das Personal von Comundo, Bethlehem Mission, die Zusammenhänge von Klima und Ernährung. Ergebnis: Halbierung des Fleischgenusses würde das Klima drastisch verbessern und den Hunger ausrotten. Warum? Die Fachleute stellten fest, «dass die Produktion von einem Kilo Fleisch soviel Treibhausgas freisetzt wie eine Autofahrt von Zürich nach Genf.» Dazu kommt, dass die Viehzucht und die Futterproduktion, etwa von Soja, grosse Landflächen beanspruchen. Die Kleinbauern werden einfach von ihrem Landstück vertrieben, und wenn sie sich weigern, getötet … Die Hälfte aller fruchtbaren Felder stehen weltweit – meist zwangsweise enteignet – der Futterproduktion zur Verfügung, weil die Reichen – und ihre Hunde – täglich Fleisch in Fülle essen und viel davon «entsorgen». Weil die Produktion durch Pestizide und Kunstdünger gesteigert wird, verwandelt sich das fruchtbare Land rasch in die Wüste …
Wenn Schweizer/Innen – wohl auch Liechtensteiner/Innen – ihren Fleischkonsum halbieren würden, könnte die Schweiz auf Fleischimport verzichten. Sie hätten dann wohl auch weniger Gewichts- und Gesundheitsprobleme!
Das Klima wird auch durch die Rodung der Urwälder gefährdet. Jährlich verschwindet eine Fläche der Klimawächter so gross wie die Schweiz oder gar mehr. Urwälder sind die Produzenten von Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen. Sie sichern das ökologische Gleichgewicht, das bereits lebensgefährlich gestört ist: Überschwemmungen, Dürre, Tsunamis …
Wäre das nicht ein Umdenken wert als gesundes Fasten, nicht nur in der österlichen Busszeit?

Sr. Alma Pia, ASC,
Kloster St. Elisabeth, Schaan

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