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Leserbrief

Eine Stabsstelle, die man schliessen sollte

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan | 31. Januar 2015

Chancengleichheit

Was immer man zur Stabsstelle für Chancengleichheit sagen will oder sagen kann, mit absoluter Sicherheit lässt sich auf jeden Fall prognostizieren, dass auf lange Sicht wahrscheinlich vieles umgesetzt werden wird, aber ganz sicher nicht die Chancengleichheit. In 1000 Jahren nicht. Wäre das nicht so, müsste die Stabsstelle für Chancengleichheit ja eines Tages die Erreichung ihrer Zielsetzung bekannt geben. «Die Chancengleichheit ist in unserer Gesellschaft prinzipiell gewährleistet. Wir haben unser Ziel erreicht (und müssen uns deshalb nun einen neuen Job suchen).» Glaubt jemand ernsthaft, das oder etwas Ähnliches von einer solchen Stelle jemals zu Ohren zu bekommen? Ganz sicher nicht. Eher wird der Rhein ins Bündnerland fliessen. Solange Steuergelder dort den Betrieb aufrechterhalten, wird man sich diese Pfründe bewahren. Man wird sie verteidigen und nach Möglichkeit ausbauen, wo und wann immer sich eine Chance bietet. Je nach Bedarf werden immer neue Tatbestände der Diskriminierung und Ungleichbehandlung entdeckt werden, die es zu bekämpfen gilt. Oder kennt jemand irgendeine Behörde, die sich jemals freiwillig selbst aufgelöst hat? Verhindern kann man diesen Irrsinn nur, wenn ausschliesslich Private sich der Sache annehmen. Deshalb sollen die Leute, die der Ansicht sind, dass es um die Chancengleichheit in unserer Gesellschaft schlecht bestellt ist, ihre eigene Zeit und Energie aufwenden und ihr eigenes Geld in die Hand nehmen und auf diese Weise tun, was ihrer Ansicht nach getan werden muss, und sich nicht mit dem Geld der Steuerzahler im Rücken als die grossen Moralisten und Volkserzieher aufspielen.

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan

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