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Leserbrief

Gott vor Mensch

Urs Kindle,Binzastrasse 51, Mauren | 27. November 2014

Gemäss dem Wort Gottes (Bibel) steht Gott über dem Menschen. Die Menschen haben sich dementsprechend in allererster Linie nach Gottes Wille und nicht nach dem Willen der Menschen zu richten. Dies jedoch zu ihrem Wohl (Seelenheil).
Papst Franziskus hielt gestern bekanntlich eine lange Rede im EU-Parlament in Strassburg. Interessant dabei ist unter anderem, wie oft er, der letztes Jahr zum obersten Führer der Christenheit gewählt worden war, gewisse Worte verwendete bzw. nicht verwendete:
«Mensch»: 27 Mal! «Gott»: 2 Mal! «Christentum»: 3 Mal! «Christen»: 1 Mal! «Jesus»: kein einziges Mal! «Christus»: kein einziges Mal!
Dementsprechend interessant auch die folgende wörtliche Formulierung, die Franziskus während dieser Rede verwendete: «Den Menschen ins Zentrum zu setzen». Er spricht positiv vom, wie er sagt, «humanistischen Geist» [lat. «humanus» = menschlich]; ausserdem nennt er die «wechselseitige Solidarität – ein Humanismus, in dessen Zentrum die Achtung der Würde der Person steht». Und welche Rolle spielt dabei Gott? Mensch vor Gott? Und was ist das allerletzte Wort seiner Rede? «Menschheit»!
Wird sich die Kirche wirklich nach Gott richten? Oder aber – o Schock! – nach den Wünschen der Menschen? In diesem Zusammenhang auch interessant: Die Frage, wohin eine kompromisslose Trennung zwischen Kirche und Staat in Liechtenstein letztlich führt.

Urs Kindle,
Binzastrasse 51, Mauren

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