Leserbrief

Krankenkasse?

Susanne Ospelt,Badäl 41, Gamprin | 26. September 2014

Der bewusste Umgang mit der Rechnung sowie der eigenhändig auszuführende Zahlungsvorgang sollen besser bewusst machen, dass jede Leistung auch Kostenfolgen hat. Im neuen Modell sollen alle erwachsenen Versicherten gleich behandelt werden. Zur Gleichbehandlung gehören auch das gleiche Einkommen und die gleichen Ausgaben, oder nicht? Gleichbehandlung: Alt, chronisch, Drogen, Alkohol, Lohngleichheit (Mann, Frau), Recht auf Arbeit. Kann man dieses Thema nicht in den Schulunterricht aufnehmen? Wer entscheidet bzw. wie wird entschieden, ob jemand nachweislich bedürftig im bestehendem Sozialsystem ist? Nach welchen Kriterien werden die Bedürftigen herausgefunden? Was heisst hier Diskriminierung (Mutterschaft)? Was ist mit den chronisch Kranken und Rentnern? Ist das keine Diskriminierung? Wie kann man behaupten, dass chronisch Kranke nicht auch mit finanzieller Bedürftigkeit zu tun haben? Auf der Rechnung sind auch Informationen betreffend Diagnosen und Behandlungen aufzuführen. Auch noch viele andere Bestandteile werden zur Rechnung dazu geführt – stationäre Behandlungen im Modell DRG, sie hat dabei den Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu wahren. Wo kann ich Informationen bekommen, welche Taxpunkte, Tarife, Diagnosecodes im normalen Bereich sind? Wie sollen diese Rechnungen aussehen? Um welche Leistungserbringer geht es hier? Warum werden die Rechnungen nicht mehr an die Kasse geschickt? Denn die Kasse könne ja die vollständigen Rechnungen an den Leistungsempfänger weiterleiten, so wie bisher. Sie sehen auch gleich, ob diese richtig sind oder nicht. Warum hat man nicht vorher die Behandlungskosten dem Patienten eins zu eins weitergeschickt? Warum haben die Krankenkassen die Ärzte, die betrogen haben, nicht angezeigt? «Lange Prozesse» als Begründung gilt für mich nicht. Denn ich habe in meinem Leben schon sehr lange Prozesse mit einigen Ämtern gehabt und durchgehalten. Was ist mit den Patienten, die den Arzt wechseln (switchen)? Hatten da die Kassen keinen Überblick? Besteht dann nicht die Gefahr, dass gewisse Leistungserbringer die Leistungsempfänger schneller abfertigen, damit sie mehr Leistungsempfänger behandeln können bzw. dass dies noch mehr wird? Wie wäre es bei vielen arbeitenden Bürgern, dass dort auch der Lohn angepasst wird, damit diese Vorschläge dann auch jeder bezahlen kann? Was kostet die ganze Umstellung?

Susanne Ospelt,
Badäl 41, Gamprin

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