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Leserbrief

Menschenverachtender Zynismus

Robert Allgäuer,Schalunstrasse 17, Vaduz | 26. Juli 2014

Sieben Wochen nach seiner umstrittenen Wiederwahl hat der syrische Präsident Assad seine dritte Amtszeit, die sieben Jahre dauert, angetreten. Zur Vereidigungszeremonie im Präsidentenpalast in Damaskus, die vom Staatsfernsehen übertragen wurde, waren über 1000 eingeladene Gäste anwesend, Parlamentarier, Militärs und Angehörige von Syrern, die im Bürgerkrieg ums Leben gekommen sind. Anwesend waren auch christliche und muslimische Geistliche. Bei der Vereidigung legte Assad seine Hand auf den Koran und erklärte, er schwöre beim allmächtigen Gott, die Verfassung des Landes, die Gesetze und sein republikanisches System zu respektieren und sich um die Interessen der Menschen und ihre Freiheiten zu kümmern. Die geladenen Gäste feierten Assad nach dem Eid mit lauten Rufen. In der anschliessender Antrittsrede erklärte Assad das Volk zum Sieger in einem «schmutzigen Krieg» und kündigte ein kompromissloses Vorgehen gegen die Aufständischen in Syrien an. Seit Beginn des Aufstands gegen dieses Regime im Frühjahr 2011 sind in Syrien mindestens 170 000 Menschen ums Leben gekommen. Beinahe drei Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben. Es ist sehr zu hoffen, dass mehrere syrische Flüchtlingsfamilien in Liechtenstein Zuflucht finden.

Robert Allgäuer,
Schalunstrasse 17, Vaduz

Verkehr in Schaan

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