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Leserbrief

Verhinderungs- statt Verkehrspolitik

VCL-Vorstand | 31. Mai 2017

Fuss-/Radbrücken

Johannes Kaiser ist immer noch im Wahlkampfmodus und schiesst nach Herzenslust gegen die neue Fuss-/Radbrücke in Vaduz. Und natürlich gegen den VCL, dem er «Nichtkenntnis der Fakten», «bewusste Desinformation», «Täuschung und Irreführung der Leserinnen und Leser» vorwirft.
Worum geht es? Ziel des von allen 11 Gemeinden getragenen und gutgeheissenen Agglomerationsprogramms Werdenberg–Liechtenstein ist es, die Verkehrssituation grenzüberschreitend und koordiniert zu verbessern. In langjähriger Arbeit wurden Schwachstellen analysiert und konkrete Verbesserungsvorschläge aufgezeigt. Um etwas zu bewirken, braucht es jetzt auch auf Landesebene Politikerinnen und Politiker, die diese umsetzen.
Entscheidungsreif ist die Fuss-/Radbrücke Vaduz/Nord–Buchs/Räfis. In der Region Vaduz–Schaan–Buchs gibt es am meisten Arbeitsplätze, bei denen der Anfahrtsweg weniger als 5 km beträgt, die also mit dem Fahrrad gut erreichbar sind. Eine neue Radbrücke hat hier die grösste Wirkung. Wenn die Radfahrenden einen Umweg von 2 oder 3 Kilometern machen müssen, wird das Fahrrad für Arbeitswege deutlich weniger attraktiv. Das Fehlen von guten Querverbindungen ist nach Meinung der Regierung der wesentliche Grund, weshalb der Anteil des Radverkehrs am grenzquerenden Verkehr immer noch sehr gering ist.
Johannes Kaiser reklamiert zu Recht die fehlende Fuss-/Radbrücke Bendern–Haag. Diese ist jedoch nicht – wie er behauptet – «in der Schublade tief versenkt» worden. Die heutige Situation in Bendern ist für die Radfahrenden unattraktiv und teilweise gefährlich. Die Analyse ergab, dass der optimale Standort für eine Radbrücke bei der bestehenden Rheinbrücke ist. Hier sind die Voraussetzungen für einen Anschluss an das Schweizer Radwegnetz am besten. Die Verkehrsplaner sind der Auffassung, dass eine Fahrradquerung in Bendern mit dem Neubau der Rheinbrücke realisiert werden soll, d. h., es sollen separate Radspuren realisiert werden, aber keine separate Fahrradbrücke. Realisiert werden soll diese Massnahme im Zeitraum 2023 bis 2026.
Der VCL favorisierte ursprünglich eine separate Radbrücke am Standort der ehemaligen Holzbrücke. Doch um die Autobahn-Ein- und Ausfahrten zu meiden, müsste eine weitere Brücke über die Autobahn gebaut werden – was von der alleinigen Entscheidung der Schweizer Partner abhängt. Laut dem von allen 11 Gemeinderäten genehmigten Synthesebericht 3. Generation des Agglomerationsprogramms vom 22. November 2016 erfordert die Optimierung der Rheinquerung Haag–Bendern einen Neubau der Rheinbrücke sowie der Vorlandbrücke in Liechtenstein. «Der Fuss- und Radverkehr wird auf der neuen Brücke geführt, mit eigenen Spuren, welche den aktuellen Normen entsprechen (VSS: SN 640 247a). Damit ist der Anschluss ans Radnetz auf Schweizer Seite am einfachsten möglich. Die Anschlüsse ans Radwegnetz in Bendern und Haag werden optimiert, um ein lückenloses und sicheres Netz sicherzustellen.»

VCL-Vorstand

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