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Leserbrief

Fragwürdige Verwaltungs- methoden

Hans Marxer,Auring 61, Vaduz- | 26. Mai 2017

Lärmender «Gwerbler»

Seit drei Wochen warte ich gespannt auf die Antwort des Vorstehers auf meinen Leserbrief. Ich gehe davon aus, dass diese nicht mehr erscheinen wird und ich interpretiere seine Nichtreaktion als Zustimmung zum Inhalt meines Schreibens. Deshalb schreibe ich über ein weiteres fragwürdiges Verhalten einer Verwaltungseinheit, die unter seiner Verantwortung steht.
Seit Längerem beobachte und protokolliere ich das Treiben auf dem Areal des rücksichtslosen Unternehmers in der Gewerbezone von Mauren. Dabei habe ich eines Tages im vergangenen Jahr festgestellt, dass die Umfriedung des Speicherplatzes wesentlich vergrössert wird. In mir kam gleich der Verdacht auf, dass diese Tätigkeit eine Bewilligung von Behördenseite verlangt und diese gemäss dem Verhaltensmuster des Unternehmers natürlich nicht eingeholt wurde. Darauf habe ich das ABI in Vaduz und das Baubüro der Gemeinde Mauren informiert und diese haben mir einen Besuch auf dem betreffenden Areal versprochen. Einige Zeit später habe ich mit den beiden Amtsstellen telefoniert und beide haben mir bestätigt, dass eine Bewilligung nötig gewesen wäre, diese aber nicht vorhanden war. Die beiden Amtsstellen haben dem Unternehmer eine Frist gesetzt, innerhalb derer die notwendigen Unterlagen nachgeliefert werden müssen, ansonsten mit dem Rückbau der Umfriedung begonnen werden müsse. Da die Umfriedung immer noch steht, gehe ich davon aus, dass die notwendigen Unterlagen nachgeliefert wurden.
Was mich am Vorgehen der Behörden allerdings stutzig gemacht hat, ist die Tatsache, dass der Unternehmer für dieses Fehlverhalten nicht bestraft wurde. Das Bauamt hat die Zuständigkeit für eine Bestrafung auf das Baubüro geschoben und das Baubüro auf das ABI. Beide sind nach dem bekannten Vorbild des Vorstehers nicht zuständig. Dieses Verhalten von Behördenseite ist meiner Meinung nach nicht akzeptabel. Wenn jemand Vorschriften nicht einhält und dieser dafür nicht bestraft wird, wird dieser in Zukunft wieder genau gleich handeln, denn auf diese Weise kann er nur gewinnen. Ist nämlich kein «böser Nachbar» auf der Lauer, geht der Bauakt ohne Kosten für eine Baubewilligung über die Bühne und der rechtswidrig Handelnde hat dadurch finanzielle Vorteile. Dies ist sicherlich nicht im Sinne des Rechtsstaates. Meiner Meinung nach müsste eine Strafe so angesetzt werden, dass ein Wiederholen dieser Vorgehensweise sich nicht lohnt.

Hans Marxer,
Auring 61, Vaduz-

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