Leserbrief

Landtagswahl und der Quotenbiber

Verein «Hoi Quote» | 28. April 2017

Quotendebatte

Die neuste Ausgabe der DU-Zeitung räumt der Quotendiskussion viel Platz ein: Harry Quaderer kommt zum Schluss, dass die Geschlechterquote ein Rückschritt und kein Fortschritt sei. Ja, sie verstosse sogar gegen die Verfassung. Das ist falsch: Es gibt keinen einzigen Artikel in der Verfassung, gegen den eine Geschlechterquote verstossen würde. Allerdings gibt es ein Gesetz, das die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts untersagt. Rückschritt für wen? Vielleicht für wenig qualifizierte männliche Abgeordnete, weil sie es bei einer Geschlechterquote zugunsten einer Frau nicht ins Amt schaffen würden? Wir wünschen uns eine sachliche Diskussion, die bei den Fakten bleibt. Fakt eins: Die Einführung einer Geschlechterquote hat in allen modernen europäischen Staaten und wohlgemerkt auch in einigen afrikanischen Drittweltländern zur ausgeglichenen Vertretung von Frauen und Männern in politischen Gremien geführt. Fakt zwei: Wir bewegen uns auch mit der Einführung einer Geschlechterquote absolut auf dem Boden der Verfassung. Dass «Quote» in den Augen von Harry Quaderer das Wort des Jahres werden soll, ehrt uns.

Verein «Hoi Quote»

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