Leserbrief

Verdrehung der Tatsachen

Ruth Schöb,Auring 57, Vaduz | 31. März 2017

Gesundheitswesen

Zur Sendung «Liechtenstein live» auf 1FLTV (im Wesentlichen Gesundheit vom 27. März 2017): Ich bin äusserst überrascht über die Rhetorik der Herrn Minister Mauro Pedrazzini und Peter Kölbel in der besagten Sendung.
Da höre, sehe ich im Interview, dass im Land zu viele Spitäler sind, alle müssen rentabel sein, was Fehlanreize kreiert zu «fantasievollen und kreativen» Abrechnungen, monieren die beiden Herren. (Für mich heisst dies: Den Ärzten wird Falschabrechnung unterstellt).
Die Aufkündigung der OKP-Verträge im vergangenen Jahr war gemäss den beiden Herren Theater vor den Wahlen, Poker der Ärztekammer, die nun aber mit leeren Händen dastehe, da der Poker nicht aufging. Seit den Wahlen höre man nun von den Ärzten, dass man sich neu zusammensetzen und reden wolle. Herr Pedrazzini sieht dies als Beweis dafür, dass es Theater war und man ihn weghaben wollte. Er meinte, mit ihm spiele man nicht, obwohl die Ärzteschaft darauf spekulierte. Zu guter Letzt meinte Herr Kölbel, die Ärzteschaft hätte auch den Tarmed kippen wollen. (Ich dachte, ich sitze jetzt endgültig im und vor dem falschen Film?!).
Die Fakten sprechen für mich eine andere Sprache. Und damit stehe ich nicht alleine. Wie kann mit solch einem Misstrauensvorschuss und Verdrehungen der Tatsachen neu und konstruktiv mit allen Beteiligten in dem mehrtätigen geplanten Seminar, das Minister Pedrazzini durchführen will, gesprochen werden?

Ruth Schöb,
Auring 57, Vaduz

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