Leserbrief

Zukunftsgerichtete Versammlung der Eschner Bürger- genossenschaft

Caspar Hoop,Walchabündt 15C, Eschen | 30. März 2017

LFV-Projekt

Mit, aus der Sicht der Befürworter, diffusen Argumenten der Gegner wurde am letzten Montagabend ein fundiertes und ausgereiftes Projekt gebodigt, das dem Liechtensteinischen Fussballverband (LFV) eine Heimstätte in Eschen gegeben hätte, mit vielen Vorteilen, einerseits für die Bürgergenossenschaft und andererseits für den LFV. Es war ein Projekt mit vielen Vorteilen für den LFV, vor allem auch die Zentralisierung der Aktivitäten in Eschen und als kleines Beispiel, dass nicht mehr die Situation entsteht und was jetzt der Normalfall ist, dass trainierende Junioren einmal in Triesen-berg und dann wieder in Ruggell trainieren müssen.
Es wäre eine wirklich klassische Win-win-Situation für alle Seiten gewesen. Schlussendlich scheinen aber Partikularinteressen den Ausschlag gegeben zu haben. Dazu eine Anmerkung am Rande. Es ging nicht um die Umzonierung und Zuteilung von Boden aus der Landwirtschaftszone an den LFV, wie manchmal irrtümlich geschrieben und behauptet, sondern um die Zuteilung von Boden aus dem sogenannt übrigen Gemeindegebiet, das vorgesehen ist für öffentliche Anlagen und Bauten. Dieser Boden wird nur landwirtschaftlich genutzt, da noch keine andere Verwendung dafür in Sicht war. Eine andere Benutzung der Fläche als zum Heuen war bis zum jetzigen Moment eigentlich nur eine Frage der Zeit.
Die Bürgergenossenschaft Eschen erwirtschaftet jedes Jahr ein Defizit in variabler Höhe, das von der politischen Gemeinde Eschen ausgeglichen wird. Wenn nun die Versammlung der Bürgergenossenschaft Eschen entscheidet, dass sie, wie oben gesagt, aus diffusen Gründen, für viele Jahre auf einen Pachtbeitrag von circa 70 000 bis 80 000 Franken pro Jahr, indexgebunden, verzichten könne, müssen sich die Entscheidungsträger der politischen Gemeinde überlegen, was daraus für Konsequenzen zu ziehen sind.
Auch die Einwohner von Eschen, die kein «Ohramärkli» tragen, und das ist die Mehrheit, dürfen und können sich berechtigt fragen, ob sie immer bereit sind, alle Entscheidungen der Bürgergenossenschaft mitzutragen, unabhängig von deren finanziellen Konsequenzen. Diese 80 000 Franken müssen von allen Einwohnern von Eschen irgendwie berappt werden und man komme mir nicht mit dem Spruch, den ich gehört habe, das sind ja nur «Peanuts», solange die Gemeinde Eschen jede Nacht die Lichter löscht, um circa 20 000 Franken pro Jahr zu sparen.
Möglicherweise ist aber doch noch nicht aller Tage Abend.

Caspar Hoop,
Walchabündt 15C, Eschen

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