Leserbrief

Eigentlich beide Parteien Verlierer auf der ganzen Front

Dr. Reinhard Pitschmann,Lachenstrasse 20, 9493 Mauren | 28. Februar 2017

WZW-Verfahren

Im sogenannten WZW-Verfahren gibt es meiner Meinung nach nur Verlierer. Ruth Kranz-Candrian schlussendlich auch, auch wenn sie im Verfahren selbst aus formellen Gründen gewonnen hat.
In der Zwischenzeit wurde es nicht nur durch ihre Hilfe im ganzen Lande verbreitet, dass ihre durchschnittlichen Kosten pro Patient einfach überdurchschnittlich höher sind, als bei vergleichbar anderen Ärzten.
Freundlicherweise spricht man hier nur von sogenannter «Überarztung». Der Krankenkassenverband ist in mehrfacher Hinsicht als Verlierer darzustellen, da es für einen Aussenstehenden doch etwas eigenartig anmutet, wenn man 250 000 Franken investieren muss, um schlussendlich festzustellen, dass im Jahr 2012 das analytische Verfahren in Liechtenstein implementiert worden ist. Dies hätte eigentlich dem LKV schon vorher auffallen können.
Die Argumentation, dass das Gericht entschieden hat, auch im Falle Ruth Kranz-Candrian, dieses Verfahren anzuwenden, ist natürlich nachvollziehbar. Die Argumentation des LKV, dass man deshalb nicht weitermache, da das Verfahren der Einzelprüfung von Patientendossiers zu teuer sei, ist nicht wirklich nachvollziehbar, da man ja bis dato schon grosszügige Summen in ein sinnloses Verfahren investiert hat. LKV-Präsident Marxer kritisiert im Nachhinein die Gesetzesänderung im Jahre 2012. Der LKV hätte ja doch die Möglichkeit gehabt, bereits im Jahre 2012 aktiv zu werden und bei der Ausarbeitung des Gesetzes mitzuwirken. Wurde dies möglicherweise verschlafen?

Dr. Reinhard Pitschmann,
Lachenstrasse 20, 9493 Mauren

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