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Leserbrief

«Unbegrenzte Möglichkeiten»

Hans Jaquemar,Rüttigass 35, Nendeln | 28. Januar 2017

Von Präsidenten

Noch bedrückt und betroffen von dem, was in der gestrigen Holocaust-Gedenkstunde im TAK in Erinnerung gebracht wurde – bei der allerdings ein wesentlicher Teil der liechtensteinischen Öffentlichkeit mit Abwesenheit glänzte –, schreibe ich hier von Erfreulicherem:
Da war die Trauerfeier für den verstorbenen deutschen Bundespräsidenten Roman Herzog. Wie seine Person und sein Wirken von Bundespräsident Gaugg und anderen gezeigt und gewürdigt wurde, das war ein beeindruckendes, grosses Erlebnis. Und die Angelobung des österr. Bundespräsidenten Van der Bellen wurde durch die Ansprachen und die Persönlichkeiten der beiden Präsidentinnen und von Van der Bellen selbst zu einem eindrücklichen und hoffnungsvollen Fest politischen Gestaltens. Als Flüchtlingskind geboren und dann trotz populistischen Widerstandes mit grosser Mehrheit gewählt, das gereicht, wie er selbst sagte, dem kleinen Land zu einem Land mit unbegrenzten Möglichkeiten.
Gar nicht zur Ehre gereicht es dem grossen Land USA, «unbegrenzte Möglichkeiten» auszuschöpfen und Donald Trump zum mächtigsten Mann der Welt zu machen. Was mussten sich da doch die, die dabei waren und die zusahen, an Fürchterlichem zumuten lassen. Und dazu gab es noch Gebete und Segen von Kirchenvertretern. Welcher Gott wird da angebetet?
Wenn das ein Zeichen ist, dass Dummheit die Welt regiert, dann sollte durch die übrige Welt «ein Ruck gehen» (Roman Herzog), um sich auf Wesentlicheres als Macht und Geld zu besinnen. Das kann schon und vor allem bei uns im Kleinen beginnen.

Hans Jaquemar,
Rüttigass 35, Nendeln

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