Leserbrief

Hängebrücke – Ein teures Unterfangen?

Ivo Kaufmann,Fingastrasse 2a, Triesen | 1. August 2017

Wie der «NZZ» vom Sonntag, den 31. Juli 2017, zu entnehmen war, wurde am letzten Samstag im Wallis die längste Hängebrücke der Welt feierlich eröffnet. Mit einer Länge von 494 Metern schlägt diese die bisherige Rekordbrücke im österreichischen Tirol um fast 90 Meter. Diese Hängebrücke wurde von einer Berner Firma (keine billige ausländische Firma) innerhalb von nur zweieinhalb Monaten für 750 000 Franken gebaut, nachdem 2010 die alte Brücke durch einen Steinschlag beschädigt wurde und dank dieser neuen Brücke der sogenannte Europaweg zwischen den Walliser Gemeinden Grächen und Zermatt für Wanderer wieder durchgängig begehbar ist. Die in Liechtenstein im Rahmen des Jubiläumsjahres «300 Jahre Liechtenstein» geplante Hängebrücke ist mit einer Länge von 240 Metern nicht mal halb so lang, kostet aber 1,2 Millionen Franken, also circa eine halbe Million Franken mehr. Für den Bau einer Hängebrücke und deren Ausbaustandard gelten in der Schweiz und in Liechtenstein im Allgemeinen die gleichen Bestimmungen. Wie lässt es sich also erklären, dass wir für das in der Sache gleiche Projekt beinahe doppelt so viel bezahlen als über dem Rhein, aber nur die Hälfte dafür bekommen? Die Antwort kann nur lauten: Die Sparjahre sind vorbei, jetzt darfs wieder etwas mehr kosten.

Ivo Kaufmann,
Fingastrasse 2a, Triesen

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