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Leserbrief

Erhöhungsantrag für die ausserhäusliche Kinderbetreuung

Fraktion der Freien Liste | 29. Oktober 2016

Kita-Finanzierung

Die Freie Liste stellt einen Erhöhungsantrag von 1,5 Millionen Franken für die ausserhäusliche Kinderbetreuung.
Bereits die Vorgängerregierung verhängte zur Sanierung des Staatshaushalts im Jahr 2011 ein Moratorium für Kindertagesstätten: Seither werden neu entstandene Kitas nicht mehr vom Staat unterstützt. Ebenso konnten die bestehenden Kitas trotz grosser Nachfrage ihre Betreuungsplätze nicht ausbauen. Das Ergebnis ist bekannt, es gibt nicht genügend Plätze, um die steigende Nachfrage zu decken. Somit ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für einige Eltern nicht möglich oder nicht leistbar und scheitert am Stillstand in der Familienpolitik der vergangenen Jahre. Würden alle Kitas gleichermassen unterstützt und so ausgebaut, dass die bestehende Nachfrage gedeckt ist, bräuchte es zusätzlich 1,3 Millionen Franken, wie dies der Gesellschaftsminister in seiner Kita-Vorlage vorgesehen hatte. Damit auch Tagesmütter und Mittagstische für ihre Aufgabe besser unterstützt werden, müsste der Staat ausserdem jährlich zusätzlich 200 000 Franken investieren. Tagesmütter erhalten heute pro Kind einen Stundenlohn zwischen 6.50 und 7.80. Das ist unwürdig in Anbetracht ihres wichtigen Beitrags für die Gesellschaft. Ohne Erhöhung, aber mit gleichmässiger Verteilung der bestehenden Staatsbeiträge auf alle Einrichtungen, wie dies von den DU vorgeschlagen wurde, würden die Kita-Beiträge für Eltern massiv ansteigen.
Die in dieser Woche vom Gesellschaftsminister vorgeschlagene Erhöhung von 300 000 Franken ist ein kleiner, aber mutloser Schritt in die richtige Richtung. Um das System der ausserhäuslichen Kinderbetreuung nicht vollends zu gefährden und in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf endlich Entlastung zu erreichen, braucht es 1,5 Millionen Franken. Die Fraktion der Freien Liste wird in der Budgetdebatte von nächster Woche einen entsprechenden Erhöhungsantrag einbringen. Die Freie Liste hofft auf breite Unterstützung aus dem Volk und den anderen Parteien, damit nach langen Jahren des Wartens endlich ein grosser Schritt gemacht werden kann.


Fraktion der Freien Liste

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