Leserbrief

Kostenexplosion durch sinkende Krankenkassen- prämien?

Landtagsfraktion der Freien Liste | 29. September 2016

Am Montag hat Gesellschaftsminister Pedrazzini in den Landeszeitungen die erfreuliche Mitteilung gemacht, dass für das Jahr 2017 die Krankenkassengrundprämien für alle um 7,2 Prozent sinken werden.
Am 31. August 2016 haben aber FBP-, VU- und DU-Abgeordnete im Rahmen der Landtagsdebatte um die Initiative zu erwerbsabhängigen Krankenkassengrundprämien versucht darzulegen, dass niedrige Krankenkassenprämien zwangsläufig zu höheren Leistungsbezügen führen würden. Wer wenig für Gesundheitsleistungen bezahlt, gehe häufiger zum Arzt, wurde argumentiert. Tiefe Krankenkassenprämien hätten demnach eine richtiggehende Kostenexplosion zur Folge.
Gelten diese Aussagen nun nicht mehr? Waren diese Annahmen gar schon in der Debatte um erwerbsabhängige Krankenkassenprämien falsch?
Mit erwerbsabhängigen Krankenkassenprämien, wie sie die Freie Liste umsetzen wollte, hätten circa 75 Prozent der Prämienzahler dauerhaft von niedrigeren Prämien profitieren können.
FBP, VU und DU wollten die entsprechende einfache Initiative trotz 1600 Unterschriften nicht für eine Volksabstimmung freigeben. Vermutlich hätten die Abgeordneten bei erwerbsabhängigen Krankenkassenprämien persönlich höhere Prämien zu erwarten gehabt.
Interessant wäre es, nun vom Gesellschaftsminister zu erfahren, ob er befürchtet, dass diese Prämienreduktion eine Kostenlawine lostritt.

Landtagsfraktion der Freien Liste

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