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Leserbrief

Bedauerliche Vermischung

Josef Köck,Augasse 6, Satteins | 27. September 2016

Schule und Mobbing

Ich reagiere auf den Leserbrief vom Montag (26. September) im «Volksblatt» von Herrn Mennel vom LG und möchte dazu folgendes mitteilen: Ich habe in meinem Leserbrief «Viele blinde Flecken» (23. September) zwei verschiedene Ereignisse, die nichts miteinander zu tun haben, unzulässig vermischt. Zum einen den Artikel über Mobbing in der Schule («Mobbing hat auch immer etwas mit dem Opfer zu tun» im «Volksblatt» vom 20. September). Zum anderen wurden von mir bekannt gewordene Gerüchte über die Todesursache der Schülerin des LG verwendet, die sich nun als bewiesen falsch herausstellten. Dieser Fehler ist durch die zeitliche Nähe der beiden Ereignisse entstanden. Die dadurch entstandenen Spekulationen haben Menschen irritiert, betroffen gemacht und verletzt. Ich entschuldige mich aufrichtig, sowohl bei der Familie, als auch bei den Schülern der betroffenen Klasse des LG für die damit zusätzlich entstandene belastende Situation, die ich mit diesen Äusserungen verursacht habe. Meine Intention ist indessen eine andere gewesen. Ich trete in meinem Leserbrief für Schüler/-innen ein, die gemobbt werden, also absichtlich fortdauernd von anderen Schüler/-innen traktiert werden und denke an Schüler/-innen, die sich niemandem gegenüber mehr öffnen und artikulieren können, weil sie dazu nicht mehr in der Lage sind. Für diese erhoffe ich mir, dass sie Hilfe bekommen. Dies geht aus meiner Sicht nur, wenn man ein Klima schafft, wodurch den Schülern das sich öffnen und sprechen über ihre Situation möglich wird. Meine Intention ist zweitens, dass es klare Vorgangsweisen jenen Schüler/-innen gegenüber geben soll, die mobben. Der Artikel «Mobbing hat auch immer etwas mit dem Opfer zu tun» gibt – wie in meinem ersten Leserbrief beschrieben – leider nicht nur in der unglücklichen Überschrift, sondern auch im Diskurs jene Haltungen im Umgang mit Opfern, Eltern und Mobbern wider, die dem mir bekannten Vorfall von Mobbing am LG nicht gerecht wurden. Der Vorfall wurde nur deshalb gut gelöst, weil sich die Eltern engagiert und um private Lösungen bemüht waren. Ich sehe in diesen Parallelen das Problem und stehe daher zu meiner Meinung in meinem Leserbrief, dass es so nicht funktionieren kann. Meine Einwände sind sachlich, begründet und nachvollziehbar. Die von Ihnen am Montag, den 26. September, beschriebenen Bemühungen und Aktivitäten des Koordinationsteams PSN und ihre Bekenntnisse sind für mich ein ermutigendes und positives Signal der offenen Auseinandersetzung mit dem Thema Mobbing. Ich hoffe, dass sie der Situation von Opfern von Mobbing gerecht werden und den Tätern entsprechende Grenzen setzen.

Josef Köck,
Augasse 6, Satteins

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