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Leserbrief

Herrschaft des Rechts oder Recht der Herrschaft?

Stefan Sprenger,Malarsch 9, Schaan | 28. Juli 2016

Monarchien

Am 23. Juli veröffentlichte das «Volksblatt» einen Beitrag des Briten Lord Alton, der den Monarchien und Monarchen als ausgleichende und vereinende Kräfte im Staat das Wort sprach, sofern sie sich verfassungsrechtlichen Grundsätzen und dem nationalen Zusammenhalt verpflichteten. Ausgesprochen gut kam Hans-Adam II. weg: Sein entschlossener Schutz der Herrschaft des Rechts und der Gerichtsbarkeit könne anderen Staatschefs ein Vorbild sein.
Die verklärte Aussensicht Lord Altons auf die Familie Liechtenstein ist das eine; dass das «Volksblatt» diese zeitgeschichtlich unbelegte Darstellung vollseitig abdruckt, das andere.
Es sei daran erinnert, dass die verfassungsrechtlichen Grundsätze, denen sich der Liechtensteiner Mo-narch verpflichtet fühlt, von ihm selbst geschaffen worden sind. Es sei weiter daran erinnert, dass Hans-Adam II. absichtlich und gezielt das Liechtensteiner Volk gespalten hat, um seine Verfassung durchzusetzen. Zum Dritten möge man sich in Erinnerung rufen, dass sich der Fürst sowohl Vorsitz als auch Stichentscheid im Richterauswahlgremium vorbehalten hat. Zum Vierten sei man sich bewusst, dass das Staatsoberhaupt nicht nur an den Gerichten vorbei alle Urteile kassieren und Begnadigungen aussprechen kann, sondern selbst aus-serhalb des Rechts steht.
Ist das die Herrschaft des Rechts oder das Recht der Herrschaft?

Stefan Sprenger,
Malarsch 9, Schaan

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