Leserbrief

Fakten zu ADHS und Elektrosmog

VGM – Verein fürgesundheitsverträglichen Mobilfunk | 28. April 2016

Mobilfunk

Die dramatische Zunahme von Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung findet statt, obwohl fast alle sonstigen Umweltbelastungen (Pestizide, Blei, Luftverunreinigungen, Methan) seit Jahren konstant geblieben oder sogar rückläufig sind (teils bis auf die Hälfte). Auch die – seit mehr als 10 Jahren – erhöhte Sensibilität von Eltern, Erziehern und Ärzten in Sachen «Modekrankheiten» (insb. ADHS) kann diese Entwicklung allein nicht erklären. Mittlerweile gibt es eine Reihe von epidemiologischen Studien, die deutlich zeigen, dass auch Mobilfunkstrahlung bei den enormen ADHS-Anstiegen eine verstärkende Rolle spielt:
1. Eine Studie der WHO (Divan et al. 2008, 2010) untersuchte das Risiko für Verhaltensauffälligkeiten von Kindern, die Mobilfunkstrahlung ausgesetzt waren, gegenüber Kindern, die nicht exponiert waren. Insgesamt wurden Daten von 29 000 Kindern ausgewertet. Dabei ergab sich: Wenn Mütter während der Schwangerschaft digital schnurlos telefonieren, ist das Risiko, dass die Kinder hyperaktiv werden und Verhaltensauffälligkeiten oder Beziehungsstörungen zu Gleichaltrigen zeigen, um 54 Prozent erhöht. Wenn diese Kinder vor dem 7. Lebensjahr auch noch selbst mit dem Handy telefonieren, steigt das Risiko um 80 Prozent. Diese Kinder haben zu 25 Prozent seelische Probleme, 34 Prozent haben Probleme mit Altersgenossen, 35 Prozent zeigen Hyperaktivität, 49 Prozent ein auffälliges Verhalten.
2. Neuere Studien in den USA und in Dänemark sowie Tierstudien haben die Ergebnisse bestätigt: Eine Studie aus Korea begleitete Kinder in der ersten Klasse (7–8 Jahre) bis zu ihrem 12. bzw. 13. Lebensjahr und ermittelte deren ADHS-Risiko. Dabei zeigte sich insbesondere für Kinder, die relativ hohen Bleibelastungen ausgesetzt waren, ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der Telefonate mit einem Funktelefon und dem Risiko, ADHS-Symptome zu entwickeln (Moskowitz, 2013). In der Gruppe der Kinder, die niedrigere Bleiwerte im Blut hatten und länger als 3 Minuten pro Tag Videospiele spielten, ergab sich ebenso ein signifikantes ADHS-Risiko.
3. Da Mikrowellenstrahlung im Niedrigdosisbereich die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke erhöht, legt dies nahe, dass Kinder, die Blei ausgesetzt sind und Funktelefone benutzen, erhöhte Bleiwerte im Blut ihres Gehirns aufweisen und dadurch ein erhöhtes Risiko für ADHS tragen.
4. Bei einer Studie an der Yale University School of Medicine wurden schwangere Mäuse Mikrowellenstrahlung ausgesetzt (2012). Ergebnis der Studie: Die im Mutterleib exponierten Mäuse waren hyperaktiv und ihre Gedächtnisleistung wurde beeinträchtigt: Sie wiesen eine von der Expositionsdauer abhängige Beeinträchtigung der Glutamatübertragung in den Synapsen des prä-frontalen Kortex auf.
Informieren Sie sich über die strahlenden Technologien (W-LAN, Dect, Mobilfunk, moderne TV-Geräte, Kameras, Stereoanlagen und so weiter) und wenn nicht für sich, dann zumindest unseren Kindern zuliebe.

VGM – Verein für
gesundheitsverträglichen Mobilfunk

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2017, Alle Rechte vorbehalten.
Volksblatt Werbung