Leserbrief

«Metanand för an gsunda Doranand»

Adrian Kaiser,Im Gapetsch 5, Schaan | 28. April 2016

Sparmassnahmen

Ertrag der Staatskasse zu gering? Eben mal die Treuhänder mit Erhöhung der Mindestertragssteuer konfrontieren. Steigen dadurch die Erträge? Diese Firmen zahlen Steuern. Wie verhält sich der Zu-/Abfluss der Gel-der für Liechtenstein. Glückwunsch!
Aus dem Steuergesetz (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Steuern die das Volk bezahlt. Betitelt mit «Allgemeine Landes- und Gemeindesteuern»: Vermögens-, Erwerbs-, Grundstücksgewinn- und Ertragssteuer, Gründungsabgabe, Abgabe auf Versicherungsprämien. Stempelabgaben und Widmungsbesteuerung. Mehrwerts-, Tabak- und Getränkesteuer, Motorfahrzeug- und Mineralölsteuer, Schwerverkehrs- und CO2-Abgabe, Zinsbesteuerung. Freibeträge auf diverse Renten sind entfallen. Diejenigen, welche auf ihre Renten zwingend angewiesen sind, haben am Ende noch weniger. Umsonst steht der Anhang «Existenzminimum» nicht in der Wegleitung der Steuererklärung. Glückwunsch!
Erhöhung der Krankenkassenprämien. Bis zur Unbezahlbarkeit? Nicht so «lukrativ Verdienende» werden bei der Prämienzahlung unterstützt. Zugleich werden Leistungserbringer im Gesundheitswesen (zum Beispiel Physiotherapeuten), bei Taxwerten massiv gekürzt. Für den Patienten heisst das, kurze Therapiezeit oder ein schmaleres Leistungsangebot. Glückwunsch!
Hunderte leere Wohnungen und täglich werden noch mehr Wohnungstürme aus dem Boden gestampft? Mietpreise auf Rekordhöhen und sinkende Hypothekarzinsen seit Jahren. Reduktion der Mieten sind allerdings kein Thema. Lässt sich das langfristig durch die Mieter finanzieren? Glückwunsch!
Die Kita wird seit Monaten diskutiert. Klar, das Einkommen des Ehemannes reicht meist nicht mehr aus, die Familie zu unterhalten. Folge, die Ehefrau benötigt einen Arbeitsplatz. Unsere Nachkommen werden in Tagesstätten untergebracht, um das Überleben der Familie zu sichern. Ein neues Problem tut sich auf, wohin mit unseren Kindern? Glückwunsch!
Öffentliche Verkehrsmittel. Schulpflichtige Kinder und Jugendliche erhalten für die Schultage einen kostenlosen Fahrschein. Für Fahrten an Samstagen, Sonn- und Feiertagen gilt jährlich ein Aufpreis von 80 Franken. Der Linienverkehr ist so optimiert, dass am Wochenende nach Mitternacht, teils Gemeinden/Gebiete nicht mehr bedient werden. Ein Nachtbus wird eingesetzt. Hier werden 5 Franken pro Fahrt bezahlt. Trotz der «Erweiterung» des Fahrscheins. Glückwunsch!
Ewig lässt sich aus einer Frucht nicht Saft pressen! Die Finanzierung unseres Lebensunterhaltes ist eine Herausforderung in der Zukunft. Wohin führt uns diese Reise?

Adrian Kaiser,
Im Gapetsch 5, Schaan

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